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Größte Vielfalt in Thüringen

Erfurter Caritas bietet seit 100 Jahren ihre Hilfen an / Jubiläum in der Brunnenkirche gefeiert

Erfurt. Mit einem Festgottesdienst in der Brunnenkirche mit Bischof Joachim Wanke sowie einem Festvortrag von Diözesan-Caritasdirektor Bruno Heller feierten die Caritasmitarbeiter und ihre Gäste im Dezember das 100-jährige Jubiläum der Erfurter Caritas.

Freude bei Mitarbeitern und Gästen der Feier über das 100-jährige Bestehen der Erfurter Caritas.

In seinem historischen Rückblick meinte der Caritasdirektor, dass die Gründung des Erfurter Ortsverbandes letztlich Lorenz Werthmann (1858 bis 1921) zu verdanken sei, denn der erste Präsident des Deutschen Caritasverbandes habe in allen Diözesen eine entsprechende Verbandsstruktur angestrebt. Zudem hatte die 1909 in Erfurt tagende Generalversammlung des allgemeinen Caritasverbandes diese Gründung angeregt. Und in einer Chronik von Kurt Döbler ist nachzulesen: "Die vielfältigen karitativen Bemühungen bedurften in der Großstadt Erfurt einer gewissen Zusammenfassung und Lenkung, auch Schulung für die neuzeitlichen Aufgaben."

Haupt- und Ehrenamtliche gemeinsam im Einsatz

Den sich verändernden neuzeitlichen Aufgaben musste sich auch die Erfurter Caritas immer wieder stellen und anpassen: Von der Verwundeten- und Krankenseelsorge während der Weltkriege, anschließender Flüchtlingshilfe über Beschaffung und Verteilung von Lebensmitteln und Kleidung in der DDR bis hin zur aktuellen Sozial-, Erziehungs-, Familien-, Migrations-, Schwangerschaftsoder Schuldnerberatung.

Heute bietet die Caritas in der Thüringer Landeshauptstadt ein Dutzend verschiedene Beratungsund Anlaufstellen für Notlagen. Damit sichern nach Angaben von Caritasdirektor Bruno Heller die 47 hauptamtlichen und rund 15 ehrenamtlichen Caritasmitarbeiter die größte Vielfalt von Hilfsangeboten in Thüringen ab. Außerdem engagieren sich in den Gemeinden über 100 Ehrenamtliche im Besuchsdienst. "Wir haben hier ein multiprofessionelles Team, unser Dienstleistungsangebot ist super und wir können bei jedem Problem irgendwohin weitervermitteln", ist Michael Wenzel als Leiter der Caritas Erfurt und damit der Region Mittelthüringen stolz auf seine Mitarbeiter.

So wenden sich viele Menschen mit ihren Problemen zunächst an die Allgemeine Sozialberatung, wo Cordula Traubel und zwei weitere Mitarbeiter die "Erste Hilfe" leisten. Seit zehn Jahren arbeitet die gelernte Erzieherin in der Erfurter Sozialberatung, hört dabei von den unterschiedlichsten Sorgen und vermittelt bei wirtschaftlichen Nöten zum Beispiel an Martina Franke.

"Unsere Hilfe spricht sich herum …"

Die studierte Ökonomin kam 1991 zur Caritas nach Erfurt und versucht seit etwa zehn Jahren in der Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung den Menschen wieder Hoffnung zu machen. "Häufig ist dabei auch Sozialarbeit gefragt", weiß Martina Franke, dass meist auf eine Mischung verschiedener Probleme reagiert werden muss. "Wir wollen bei unserer Beratung nicht missionieren, aber wir wollen zeigen, dass Kirche weltoffen ist", sagt die Christin auch über die Arbeit ihrer meist katholischen Caritaskollegen. "Unsere Hilfe spricht sich herum, weshalb auch viele nichtkirchliche Menschen mit ihren Problemen zu uns kommen."

In jüngster Zeit sind bei der Erfurter Caritas weitere Dienste hinzugekommen: Neben der Trägerschaft für das Jugendhaus "Erfurter Brücke" mit offener Kinder- und Jugendarbeit sowie Jugendsozialarbeit bietet die Caritas eine Rückkehr-, Aus- und Weiterwanderungsberatung an. Und mit "caritas für arbeit", bestehend aus dem regionalen Integrationsprojekt Erfurt und dem Landesarbeitsmarktprogramm "Arbeit für Thüringen", habe die Caritas eine große Lücke in ihrem Beratungsangebot schließen können, freut sich Michael Wenzel.

"Unser Ziel ist es, diese Hilfen weiterhin anzubieten", hofft der Caritasleiter Mittelthüringens auf stabile finanzielle Unterstützung. "Erfurt steht für Kontinuität", sagt dazu Diözesan-Caritasdirektor Bruno Heller: "Was wir hier begonnen haben, ist geblieben."

Von Uwe Naumann

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