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Bistum Magdeburg

Katholisch und sportbegeistert

Sportler der Deutschen Jugendkraft, Landesverband Sachen-Anhalt, sind bei Wettkämpfen dabei

Leistungssport auf Stadtebene: Volleyballer des KSC Blau-Weiß Magdeburg.

Magdeburg (ep) -Ein wenig stolz sind sie schon darauf, dass es in der Diasporakirche des Bistums Magdeburg einen katholischen Sportverband mit immerhin 200 Mitgliedern gibt: Diakon Wolfgang Eckart als geistlicher Beirat und Rüdiger Stefanek als stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Jugendkraft (DJK), Landesverband Sachsen-Anhalt. Beide sind natürlich auch selbst sportlich aktiv: Diakon Eckart im Tischtennisverein (TTV) Biederitz und Rüdiger Stefanek als Volleyballer beim Katholischen Sportclub Blau-weiß Magdeburg. Die beiden Vereine stellen mit 60 Aktiven beim TTV Biederitz und 50 Sportlern beim KSC Blau-Weiß Magdeburg einen erheblichen Teil der DJK-Mitglieder des Landesverbandes.

Im nächsten Jahr besteht die DJK in Sachsen-Anhalt zehn Jahre, sagt Diakon Eckart. Doch sportlich engagiert seien katholische Christen der Region seit Jahrzehnten. Wie an vielen Orten in Deutschland wurde in den 20er Jahren auch in Magdeburg eine Gruppe der Deutschen Jugendkraft gegründet, die bis zum Verbot durch die Nationalsozialisten 1937 bestand.

Auch in DDR-Tagen gab es in der Elbestadt begeisterte Sportler, so Wolfgang Eckart. Da ein eigener katholischer Verein nicht gegründet werden durfte, spielte man Volleyball und Fußball bei verschiedenen Vereinen. Als die Mitgliedschaft bei Einheit Magdeburg von staatlicher Seite kritisch beäugt wurde, wechselten die Sportler zur Hochschulsportgemeinschaft (HSG) Medizin, spielten zeitweise in der Wohngebietsgemeinschaft (WSG) Kroatenweg und bei Motor Mitte. Die Zugehörigkeit zu einem Verein war nötig, um Zugang zu einer Halle zu haben. Die Mannschaft rekrutierte sich vor allem aus den Magdeburger Pfarrgemeinden St. Sebastian und St. Marien, Sudenburg.

In der Wendezeit standen die katholischen Sportler und ihre Kameraden vor der Frage, wie es weitergehen kann. "Aus heutiger Sicht ganz schön blauäugig, aber voller Elan haben wir 1990 den Katholischen Sportclub (KSC) Blau-Weiß Magdeburg gegründet", sagt Rüdiger Stefanek.

In dieser Zeit kam Diakon Eckart, begeisterter Tischtennisspieler, über den damaligen Diözesan- Jugendseelsorger Norbert Sommer mit Heinrich Klink aus Hildesheim in Kontakt, der im Auftrag des DJK-Bundesverbandes in den neuen Ländern Gruppen aufbauen wollte. Einige Monate später entstanden der DJK-Tischtennisverein Biederitz, Concordia Burg und DJK Oschersleben mit den Sparten Fußball, Volleyball und Breitensport wie zum Beispiel Gymnastik. 1993 wurde dann der DJKLandesverband Sachsen-Anhalt gegründet, der auch im Landessportbund Sachsen-Anhalts Sitz und Stimme hat. Akzeptiert ist die DJK aber auch im Bistum. Diakon Eckart ist dankbar dafür, dass das Bistum bei der Mittelvergabe für die Jugendarbeit immer auch seinen Verband mitbedenkt, selbst wenn es auch etwas mehr sein könnte, wie er schmunzelnd hinzufügt.

Inzwischen zum zehnten Mal fand Anfang dieses Jahres in der Sporthalle des Magdeburger Norbertusgymnasiums ein vom KSC Blau-Weiß Magdeburg ausgerichtetes bistumsweites Volleyballturnier statt, an dem sich 50 Mannschaften beteiligten. "Die Mannschaften kommen direkt aus den Kirchengemeinden und werden immer jünger", sagt Rüdiger Stefanek. "Das ist eine tolle Sache. Zum Teil fangen die Mannschaften ein halbes Jahr vor dem Turnier an, zu trainieren", so der Chef des KSC Blau-Weiß.

Zu einem jährlichen Ehle-Turnier lädt auch der TTV Biederitz ein. Mannschaften wie die DJK Hildesheim oder die DJK Helmstedt nehmen daran teil. Die Biederitzer selbst betreiben Leistungssport und konnten bereits mehrere Landesmeistertitel erringen. Beim alle zwei Jahre stattfindenden DJK-Bundessportfest holten die Biederitzer erstmalig zwei Bronzemedaillen.

Was die Beteiligung und Mitgliedschaft in Sportverbänden angehe, stellt Rüdiger Stefanek im Vergleich zur Nachwendezeit wieder wachsendes Interesse fest. Natürlich sei die DJK für jeden offen, der christlichen Grundüberzeugungen wohlwollend gegenübersteht. Schwierig sei es, Sportfreunde zu motivieren, ehrenamtlich für eine Gruppe innerhalb eines Verein Verantwortung zu übernehmen. Eine Ursache dafür seien zum Beispiel die große Beanspruchung vieler im Beruf.

Dennoch hofft der DJK-Landesverband Sachsen-Anhalt, dass sich hier und da noch ein weiterer Verein gründet: "Wir nehmen uns vor, auch in anderen Städten, etwa in Orten mit katholischen Gymnasien mit ihren Sporthallen, in Halle und Dessau, anzuregen, dort ebenfalls im Rahmen der DJK sportlich aktiv zu werden." Und auch die Gründung eines Fördervereins sei angedacht.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 18 des 52. Jahrgangs (im Jahr 2002).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Donnerstag, 02.05.2002

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