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Missionswerk auf zwei Rädern zu Gast

Jugendbegegnung in Zschopau - Informationen zum Weltjugendtag in Toronto

Bezeugte sein Christsein: Biker Maik Grimm informierte in Zschopau über seinen Weg, dass Christentum zu leben. Er kam im Rahmen einer Jugendbegegnung in die Stadt am Erzgebirge.

Zschopau (kre) -Was haben ein kanadischer Pater, eine Chemnitzer Schwester und ein normalerweise mit der Harley Davidson durch die Lande ziehender Missionar miteinander gemeinsam? Die Lösung ist einfach. Alle drei waren Gäste bei der internationalen Jugendbegegnung in Zschopau. Das weltweit am Wochenende vor Ostern gefeierte Treffen war mit interessanten Schilderungen und Geschichten nur so gespickt.

Christsein in einer Szene, wo es wenige Christen gibt

Mit Spannung erwartet wurde der Bericht von Maik Grimm. Der Biker ist Mitglied des "Tribe of Judah", einem Missionswerk auf zwei Rädern. "Das Projekt wurde vor 20 Jahren in den USA gegründet. Seit acht Jahren gibt es uns auch in Deutschland", erklärte der 40-Jährige. Die Mitglieder sind Christen, die sich von Gott berufen fühlen, die Rocker- und Bikerszene mit dem Evangelium bekannt zu machen. Sie kommen zum Teil selbst aus diesem Umfeld, das es seit Ende der 60er Jahre gibt. "Es gehen nur wenige Christen in diese Szene, obwohl ihr Zehntausende angehören", ist in einem Faltblatt der Missionare auf Motorrädern zu lesen. Immer wieder fahren die Mitglieder der so genannten Chapter, von denen es in Deutschland vier Stück gibt, zu Bikertreffen in ganz Europa. Dort stellen die christlichen Biker ihr knallgelbes Zelt auf, welches den Motorradfreaks als eine Art Zentrum der Ruhe dienen soll. "Wir lassen uns ansprechen. Die Leute kommen zu uns, um ihre Sorgen loszuwerden und um ins Gespräch zu kommen. Oft werden wir von den Organisatoren der Bikertreffen sogar extra eingeladen. Das zeigt, dass unsere Mission anerkannt ist", erklärte Maik Grimm anlässlich der Jugendbegegnung in Zschopau.

Für einen alles andere als langweiligen Nachmittag sorgte auch der kanadische Pater Michael Luxenbacher. Der Sohn eines europäischen Emigrantenpaares rührte auf amüsante Weise die Werbetrommel für den Weltjugendtag, der im Sommer in der kanadischen Stadt Toronto stattfindet. "Vor zwei Jahren haben sich in Rom mehr als zwei Millionen Jugendliche versammelt. Die deutschen Medien haben davon nur wenig Notiz genommen. Dabei war es besser als Woodstock", erklärte Pater Michael. Dass auch die Veranstaltung in Toronto einem Großereigniss gleichen wird, steht für ihn außer Frage: "Natürlich ist Toronto nicht das Paradies. Aber wir sind nahe dran", verwies der Kanadier auf die äußerst geringe Kriminalitätsrate seiner Heimat. Doch dies sei nicht der einzige Grund für die Wahl der Stadt als Veranstaltungsort für den Weltjugendtag. "In Toronto leben 120 verschiedene Nationalitäten größtenteils friedlich zusammen. Unsere Vielfalt an Religionen und Kulturen ist also repräsentativ. Wir sind einfach eine multikulturelle Gesellschaft."

Sorge um jene, die den Zug des Lebens verpassten

Zum Abschluss der Jugendbegegnung in Zschopau stellte Schwester Claudia-Maria, Mitarbeiterin der Chemnitzer Bahnhofsmission, ihre Arbeit vor. Bahnchef Hartmut Mehdorn habe eine Diskussion über den Nutzen und die Notwendigkeit einer solchen Mission ins Rollen gebracht. "Für uns ist das nicht weiter schlimm. Das hat eher einen positiven Nebeneffekt. Man nimmt uns mehr wahr. Die Chemnitzer Chefs stehen unserer Arbeit jedoch sehr wohlwollend gegenüber. Für die Bahnhofsmission besteht daher momentan keinerlei Gefahr", erklärte die engagierte Ordensschwester. Die Einrichtung sei sehr wichtig. In erster Linie würden Menschen , die den Zug verpasst haben, allein reisende Kinder, ältere Reisende und Mütter mit Babys betreut. Sie alle bekämen Unterstützung, damit der Aufenthalt auf dem Chemnitzer Hauptbahnhof so angenehm wie möglich ist. "Aber wir kümmern uns auch um all jene, die ein Stück den Zug des Lebens verpasst haben", verwies Schwester Claudia- Maria unter anderem auf die Betreuung arbeitsloser und depressiver Menschen. Die Verkündigung des Evangeliums stehe bei dieser Arbeit jedoch nicht an erster Stelle.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 15 des 52. Jahrgangs (im Jahr 2002).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Freitag, 12.04.2002

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