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So viel wie möglich zusammen machen

Familie Hänneschen aus Finsterwalde hält den Glauben durch gemeinsame Aktivitäten lebendig

FAmilie Hänneschen Finsterwalde (kh) -"Ich bin nicht ganz so fromm wie meine Frau, gibt Volker Hänneschen unumwunden zu. Den sonntäglichen Gottesdienstbesuch mit der Familie stellt der 34-Jährige aber ebenso wenig in Frage wie seine Partnerin: "Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass wir alle zur Kirche gehen. Das habe ich so erlebt, das hast du so erlebt", sagt er zu seiner Frau, "und das möchten wir unseren Kindern weitergeben." Keinem Familienmitglied sei diese Tradition zuwider, versichert Ehefrau Veronika: "Es geht niemand unwillig in die Kirche." Der zwölfjährige Johannes kann das bestätigen. Er freut sich, dass er in der Kirche Freunde trifft: "Zum Beispiel meinen Cousin. Mit dem verstehe ich mich sehr gut."

Die Eltern und ihre drei Kinder besuchen aber nicht nur gemeinsam die Messe. "Wir beten eigentlich immer alle zusammen", erzählt Veronika Hänneschen. So beginnt der Tag beispielsweise kurz nach sechs Uhr mit dem gemeinsamen Tischgebet vor dem Frühstück. Die Mutter freut es besonders, dass "die Kinder immer mit aufgestanden sind, obwohl sie früh wenig essen". Und wenn die 14-jährige Maria zum Abendgebet mal noch nicht zu Hause ist, weiß ihre Mutter, dass die Tochter später allein beten wird.

Glaubensweitergabe besteht für Veronika Hänneschen aber nicht nur im Gebet mit den Kindern, sondern vor allem auch im Gebet für sie: "Was in ihren Herzen passiert, das machen nicht wir. Das macht nur Gott."

Als eine gute Gelegenheit, mit den Kindern über den Glauben ins Gespräch zu kommen, sieht die gelernte Krankenschwester die gemeinsamen Mahlzeiten, die bei Hänneschens meist etwas länger ausfallen. Die Mutter, die selbst sechs Jahre lang Religionsunterricht gegeben hat, erkundigt sich dann zum Beispiel, worüber ihre Kinder in diesem Fach gerade sprechen. Aber auch wenn andere Fragen auftauchen, die beispielsweise die Schule oder Freunde betreffen, versucht Veronika Hänneschen eine Antwort aus dem Glauben zu geben.

Noch etwas gehört für das Ehepaar Hänneschen unbedingt zur religiösen Erziehung dazu: auch in der Kirche so viel wie möglich mit den Kinder gemeinsam machen. Als Veronika Hänneschen zehn Jahre nicht berufstätig war, nahm sie ihre Kinder zum Beispiel nicht nur mit zur Kinderwallfahrt und zu den wöchentlichen Kindergottesdiensten, sondern begleitete sie auch beim Sternsingen und während Religiöser Kinderwochen.

Volker Hänneschen nahm voriges Jahr zusammen mit den drei Kindern an einer Fahrt nach Berchtesgaden teil, die der Finsterwalder Pfarrer Thomas Thielscher organisiert hatte. Außerdem ist der Vater Trainer der DJK-Fußballmannschaft, in der auch Sohn Benedikt (10) spielt.

Dieses Mitmachen umfasst für Veronika Hänneschen aber auch eine gewisse Vorbildfunktion, eine Deckungsgleichheit zwischen den Forderungen, die sie als Mutter an ihre Kinder stellt, und ihrem eigenen Verhalten: "Ich kann nicht zu einem Kind sagen: ,Du sollst zur Beichte gehen!', aber selber nicht gehen."

Alles in allem möchten die Eltern ihren Kindern vor allem eines mitgeben: das Vertrauen auf einen Gott, der sie "ganz doll liebt", wie es Mutter Veronika formuliert. Als sie Mitschülern von Sohn Johannes einmal die katholische Kirche zeigte, hat die 33-Jährige versucht, diese Liebe Gottes spürbar werden zu lassen: Nach dem Abstieg vom Glockenturm gab es Eis für alle.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 3 des 52. Jahrgangs (im Jahr 2002).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Freitag, 18.01.2002

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