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Bistum Magdeburg

Kirchenprojekt im ehemaligen "Chemiedreieck" eröffnet

Expo 2000

Pfarrer Franz-Joseph Lohse in der Austellung in seiner ParrkircheOranienbaum (jk) - Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der evangelischen Stadtkirche Oranienbaum begannen offiziell die kirchlichen Veranstaltungen zur Expo 2000 in der Korrespondenzregion Dessau-Wittenberg-Bitterfeld. Der Expo-Kirchenpfad lädt bis Ende Oktober ein, lebendige Gemeinden, wertvolle Kirchengebäude, ökologische, soziale und karitative Projekte kennenzulernen. Über 100 Veranstaltungen werden stattfinden. Zwischen Dessau, Wittenberg und Bitterfeld gibt es Kirchenmusiken, Tagungen, Feste, Gottesdienste und Ausstellungen.

Beim Gottesdienst stellten Vertreter der 30 Expo-Kirchenpfad-Stationen die Projekte unter Moderation von Hans-Peter Gensichen von der Arbeitsgruppe Kirche-Expo vor. Weihbischof Gerhard Feige aus Magdeburg und Kirchenpräsident Helge Klassohn aus Dessau leiteten den Gottesdienst mit den beiden Ortsgeistlichen Pfarrer Franz-Josef Lohse und Pfarrerin Gisela Dittmer. In seiner Ansprache betonte Weihbischof Feige, dass schon der Verfasser des ersten Petrusbriefes den Christen nahe gelegt habe, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung frage, die einen erfülle. Gefragt seien auch heute keine Traktate zur gesamten Weltanschauung, keine Katechismussätze oder Kurzformeln des Glaubens, sondern ganz einfach ganz persönliche Hoffnungen. "Mag unsere Antwort manchmal vielleicht auch nur stammelnd ausfallen, wenn sie aus dem Herzen kommt, wird sie nicht wirkungslos verhallen", so der Weihbischof. Er zitierte einen Ausspruch, bei dem er vor allem den zweiten Teil für bedenkenswert halte: "Rede nicht über deinen Glauben, wenn du nicht gefragt wirst, aber lebe so, dass du gefragt wirst." Letztendlich würden die Menschen tatsächlich weniger auf die Worte der Christen achten als darauf, wie diese sie leben. Gerhard Feige wünschte sich vom Kirchenpfad, dass dieser "zu einem lebendigen Zeugnis unserer christlichen Hoffnung werden kann".

Kirchenpräsident Helge Klassohn wies darauf hin, dass die heutige Gesellschaft sich selber in ihrer Existenz bedrohe. Der christliche Glaube könne da entgegenhalten. "Der christliche Glaube ist nicht illusionär, sondern sehr realistisch. Das Christentum fürchtet nicht den Widerspruch und den Widerstand gegen Lebensbedrohungen", betonte er. Der Kirchenpfad sei ein eigenständiger Beitrag zur nachhaltigen Förderung der Region. Das Expo-Angebot richte sich an Gäste, die Kirchen sollten sich für sie öffnen. Klassohn: "Die Kirchen sind ein guter Ort, um bei aller Hetze auch eine neue Kultur der Nachdenklichkeit zu lehren." Auf der Empore der Stadtkirche wurde die Ausstellung "Kirchenpfade und Landschaften" mit Bildern von Ehepaar Vater aus Langenweddingen eröffnet. Auch in der katholischen Kirche von Oranienbaum ist seit diesem Wochenende eine Ausstellung zu besichtigen. Das Bistum Magdeburg informiert unter dem Thema "Um der Menschen willen" auf zehn Tafeln über die Geschichte der Katholiken in Luthers Land. Die Schau entstand unter der Leitung der Pressestelle des Bistums in Zusammenarbeit mit dem halleschen Grafiker Ronald Reinicke.

Informationen zum Expoprojekt gibt es unter der Info-Hotline des Kirchenpfades (01 77) 7 59 45 69. Auf Fax-Bestellung unter (0 34 91) 40 02 13 sendet das kirchliche Expo-Büro in Wittenberg auch das Programmheft "100 Termine" zu.

Öffnungszeiten der Ausstellung "Um der Menschen willen": Dienstag, Donnerstag, Freitag: 9 bis 11 Uhr, 15 bis 17 Uhr, Sonntag: 15 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung. Informationen bei Pfarrer Franz-Josef Lohse (03 49 04/2 04 08).

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 24 des 50. Jahrgangs (im Jahr 2000).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 11.06.2000

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