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Bistum Görlitz

Erkundungstour durch die Niederlausitz

Katholische Arbeitnehmerbewegung Cottbus

Brot und Salz als Willkommensgruß in Schleife

Cottbus - Zu einer "Autofahrt für Autolose" lädt die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) von Cottbus jedes Jahr in der Blütenzeit ein - so auch kürzlich. Vor allem jene hatten sich wieder darauf gefreut, die sonst kaum Gelegenheit haben, Schönes und Interessantes in der weiteren Cottbuser Umgebung kennenzulernen: aBesonders ältere Leute aus den beiden Cottbuser Pfarrgemeinden kletterten auch dieses Jahr wieder in die fremden Gefährte - aber auch Familien, die ihren fahrbaren Untersatz einmal daheim lassen wollten.

Den Anlass der Fahrt formuliert Edgar Schwarz, Vorsitzender der Cottbuser KAB, so: "Wir wollen Erlebnisse vermitteln, Arbeitswelt, Heimat und Kultur zeigen - besonders denjenigen, die oft vergessen werden."

Durch die südliche Niederlausitz führte die "Erkundungstour" in diesem Jahr. Erste Rast war beim Alten- und Pflegeheim der Caritas in Döbern. Pfarrer Horst Andreas, früher Kaplan in Cottbus und dann viele Jahre Gemeindepfarrer in Peitz, freute sich über das Wiedersehen mit den Spreewald-Städtern. Er führte die Besucher durch seinen Altersruhesitz und im schönen heimeigenen Park sang und betete er mit ihnen zur morgendlichen Maiandacht.

Doch der Glasmacherort Döbern hielt noch mehr bereit: In einer Glashütte konnte die "Reisegruppe" erleben, wie aus einer rot glühenden Masse kunstvolle Bleikristallvasen und Gläser geformt werden. Ganz bewusst wollte die KAB zeigen, dass dieses viel Talent verlangende Handwerk auch heute noch erheblichen körperlichen Einsatz erfordert.

Weiter ging's anschließend nach Bad Muskau, wo ein anderes Kunstwerk zu bewundern war: Der erste Landschaftspark des Fürsten Hermann von Pückler-Muskau. Eine Parkwanderung bot Gelegenheit zum Vergleich mit Pücklers Park in Branitz, der den Cottbusern besser bekannt ist. Passend zum Ort schleckten die Ausflügler in der anschließenden Mittagspause Pückler-Eis.

Ein Erlebnis ganz anderer Art war das Kulturzentrum im Dorf Schleife. Hier werden Volkstrachten gesammelt und hergestellt und die Bräuche der Sorben dieser Region gepflegt. Das Kirchspiel Schleife hat sich ganz eigene Formen der Sorbischen Kultur bewahrt - so zum Beispiel eine Dudelsack-Musikgruppe. Mit Brot und Salz wurden die Besucher hier empfangen. Dazu gab es interessante Informationen über das sorbische Leben. Und auch an einer nachmittäglichen Kaffeerunde mit selbst gebackenem Blechkuchen fehlte es nicht.

Auf der Rückfahrt nach Cottbus gab es zuletzt noch eine der beiden Staustufen der Spree zu sehen, die das Wasser des Spreewaldes reguliert.

Ulrich Constantin / tdh



Siehe auch: Die Katholische Arbeitnehmerbewegung im Internet

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 24 des 50. Jahrgangs (im Jahr 2000).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 11.06.2000

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