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Bistum Dresden-Meißen

Feiern und gemeinsam Gott danken

Kloster St. Marienstern

Sorbische Sänger auf dem KlosterfestPanschwitz-Kuckau (dw/jak) - "Nicht jeder für sich, sondern alle gemeinsam", mit diesen Worten gab Pastorin Frederike Müller aus Schmeckwitz ihrer Hoffnung Ausdruck, dass die noch immer getrennten Christen zukünftig viele Wege gemeinsam gehen werden. Dazu, so die Schmeckwitzer Pastorin, gehöre auch der gemeinsame Dank. Zugleich verwies sie auf den Auftrag der Christen, andere Menschen in die Nachfolge Christi zu rufen. "Vielleicht sind wir beim Klosterfest im nächsten Jahr dann noch mehr."

Frederike Müller sprach zur Abschlußandacht des zweiten St. Mariensterner Klosterfestes, zu dem die Zisterzienserinnen und das Christlich-Soziale-Bildungswerk eingeladen hatten. Weit über 1000 Besucher aus nah und fern zog es an diesem Tag nach Panschwitz-Kuckau. Eröffnet wurde der Tag mit einem festlichen Gottesdienst mit Pfarrer Michael Bresan (Nebelschütz) in der Abteikirche. Musikalisch wurde der Gottesdienst vom tschechischen Chor "Musica Caecilia" und dem Chor der Schwestern des Konvents gestaltet.

Wie die Äbtissin Benedicta Waurick während ihrer Begrüßung betonte, sollte dieses Fest als Tag der Begegnung gefeiert werden. Und Begegnungen konnten alle Besucher zahlreich erleben. So beispielsweise während des abwechslungsreichen Kulturprogrammes, dem Kinderfest oder im Gespräch mit anderen Besuchern.

Unter den Gästen waren auch der Sächsische Staatsminister für Finanzen, Georg Milbradt, der Panschwitzer Bürgermeister, Franz Petasch und der Wittichenauer Pfarrer Christoph Boc- kisch. Georg Milbradt weilte, wie er in seiner Ansprache im Rahmen der Eröffnung sagte, diesmal nicht in seiner Funktion als Staatsminister beim Klosterfest, sondern als Vertreter des Freundeskreises des Klosters St. Marienstern.

Die zahlreichen Programmpunkte boten für jeden Besucher - egal ob groß oder klein - etwas. In den Mittagsstunden zeigten beispielsweise die jungen Künstler vom Chor und der Tanzgruppe der Panschwitzer Grundschule ihr Können. Und während die Erwachsenen am Nachmittag den Darbietungen des Kirchenchors "Musica Caecilia" aus dem tschechischen Gablonz oder der Bläsergruppe der Musikschule in Meißen lauschten, konnten die kleineren Gäste ihrer Kreativität beim Kinderfest freien Lauf lassen. Schon die Kleinen haben gezeigt, dass man nie zu jung ist, um den Weg zueinander, den Weg zur Begegnung mit anderen zu finden.

Den Abschluss des Klosterfestes bildete eine ökumenische Andacht auf dem Klosterhof. Gerade diese Veranstaltung sollte noch einmal das Anliegen der Veranstalter verdeutlichen, wie wichtig es ist, Begegnungen, unabhängig beispielsweise von Religion oder Nationalität, zu fördern und zu wahren.

Kaplan Peter Krahl, Pfarrvikar in Panschwitz-Kuckau, erinnerte daran, dass Zufriedenheit heute ein Wort ist, das bei vielen Menschen in Vergessenheit geraten sei. "Wenn wir ehrlich sind", so Peter Krahl, "müssen wir sagen, uns geht es gut." Er erinnerte dabei an Länder wie Weißrußland und die Ukraine in denen viele Menschen ohne jeglich Zukunftsperspektive leben. Krahl erinnerte daran, dass es wichtig ist diesen Menschen zu helfen es aber genauso wichtig ist, für "Gesundheit, Frieden und ein Höchstmaß an Sicherheit" Gott zu danken. Weiter verwies Kaplan Krahl auf die vielfältigen Möglichkeiten der Selbstfindung, die Menschen mit einem Kloster wie St. Marienstern haben - auch dies ein Grund zum Danken. Abschließend betonte Pater Krahl: "Freude ist ein Grundtenor des Lebens, heute bei diesem Klosterfest wie an allen anderen Tagen."

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 23 des 50. Jahrgangs (im Jahr 2000).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 04.06.2000

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