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Aus der Region

Neue "Visitenkarte" erarbeitet

Kolpingwerk Deutschland

Dresden (tg/mg) - Das Kolpingwerk Deutschland richtet seine Arbeit an einem neuen Leitbild aus. Das Dokument haben die rund 500 Teilnehmer der Bundesversammlung vom 26. bis 28. Mai in Dresden beschlossen. Ulrich Vollmer, Vorsitzender der Programmkommission sagte, das Leitbild konzentriere sich auf vier Schwerpunkte: Die Arbeit für und mit jungen Menschen, die Mitgestaltung der Arbeitswelt, das Engagement für die Familie und für die Eine Welt. "Es sind die Bereiche, in denen wir unsere besonderen Kompetenzen sehen", so Vollmer. Das Leitbild sei gleichsam die neue "Visitenkarte" des Kolpingwerkes. Grundgedanke des neuen Leitbildes sind "verantwortliches Leben und solidarisches Handeln" im Sinne des Gründers Adolph Kolping. Es orientiert sich an der Botschaft von Jesus Christus, der sich für die Armen und Schwachen eingesetzt hat und dazu aufruft, "Unrecht in Gesellschaft und Kirche beim Namen zu nennen und dagegen anzugehen".

Neu im Leitbild ist das Prinzip der Nachhaltigkeit, das den gewissenhaften Umgang mit Lebensgrundlagen und die Verantwortung für kommende Generationen umfasst. Es ergänzt die Prinzipien der katholischen Soziallehre. Bildung, vor allem für Jugendliche, bedeute für das Kolpingwerk nicht nur Wissensvermittlung, sondern auch die Vermittlung von Sozialkompetenz. Deren entscheidende Voraussetzung seien Wertevermittlung, erlebte Solidarität und das Ernstnehmen der eigenen Persönlichkeit. Mit seinen Angeboten zur beruflichen und persönlichen Bildung verstehe sich Kolping als "Dienstleister für Lebensbegleitung und als Anwalt Benachteiligter". Für das Kolpingwerk seien Erwerbs-, Familien- und ehrenamtliche Arbeit gleichwertig. Der Verband trete daher für die gesellschaftliche Aufwertung der Arbeit in Familie und Ehrenamt ein. In das Familienbild des Kolpingwerkes sind erstmals auch allein Erziehende einbezogen. Die persönliche Wahl der Lebensform werde respektiert, Familie bleibe jedoch "Grundbaustein der Gesellschaft". Enthalten ist auch die Forderung nach mehr finanzieller Gerechtigkeit für Familien. Zuletzt hatte sich das Kolpingwerk 1976 ein Programm gegeben. Es gab Antworten auf die damalige Zeit, sagte Vollmer. Das neue Dokument berücksichtige die heutige Situation. Es sei kürzer und prägnanter. Vorangegangen war ein dreijähriger Diskussionsprozess.

Dem Kolpingwerk gehören bundesweit mehr als 276 000 Mitglieder an. Die Kolping-Bildungswerke unterhalten rund 200 Einrichtungen mit 3600 Mitarbeitern.



Siehe auch: Das Kolpingwerk Deutschland im Internet

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 23 des 50. Jahrgangs (im Jahr 2000).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 04.06.2000

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