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Basilika St. Paul vor den Mauren

Unterwegs

So wie über dem Grab des Apostelfürsten Petrus die Peterskirche entstand, wurde auch über dem Grab des heiligen Paulus schon in frühchristlicher Zeit ein Gotteshaus errichtet. Und zwar vor den Mauern der Stadt Rom (daher der Name) an der Straße nach Ostia, an jener Stelle, wo dieser Apostel enthauptet und bestattet worden sein soll. Bis zum Neubau des Petersdoms im 16. Jahrhundert war ,,San Paolo fuori le Mure" die größte Basilika der Christenheit. 1823 jedoch brannte sie fast gänzlich ab.

Durch Bilder und Schriften kannte man das Aussehen der zerstörten Pauluskirche gut. Auf dieser Basis begann sogleich der Wiederaufbau, zu dem viele christliche Nationen und ihre Herrscher durch Spenden beitrugen. Trotz allem Glanz und reichlicher Vergoldung, merken Kunstkritiker an, könne der heutige Bau ,,nicht ganz befriedigen". Gleichwohl gehört ein Besuch von ,,San Paolo", einer der vier Patriarchalbasiliken, zum festen Programm fast aller Rompilger. Zu Recht.

Imposant sind schon die gewaltigen Dimensionen: Das 120 Meter lange und 60 Meter breite Kircheninnere wird von 80 Granitsäulen in fünf Schiffe geteilt. Über den Arkaden auf beiden Seiten eine Reihe mit den Porträtmedaillons der Päpste seit Petrus. Der so genannte Triumphbogen enthält Reste eines frühchristlichen Mosaiks.

Weitere Sehenswürdigkeiten? Das mittelalterliche Ziborium über dem Papstaltar, der sich vermutlich über der Grabstätte des Apostels Paulus befindet. In einer Kapelle kann man ein Mosaikbild der Maria betrachten, vor dem Ignatius von Loyola, der Gründer des Jesuitenordens, und seine Jünger 1541 die Ordensgelübde ablegten. Als Meisterwerk der Bildhauerkunst gilt der fünf Meter hohe Osterleuchter aus dem zwölften Jahrhundert.

Bewundernswert ist der ,,chiostro", der Kreuzgang des mit der Basilika verbundenden Benediktinerklosters. Er stammt im Wesentlichen aus dem zwölften Jahrhundert. Wegen seiner Mosaike und der fein dekorierten, gewundenen Doppelsäulchen gehört dieser "chiostro" wohl zu den schönsten der abendländischen Baukunst. Bernhard Hülsebusch

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 9 des 50. Jahrgangs (im Jahr 2000).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 27.02.2000

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