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Bistum Magdeburg

Neue Seelen-Raststätte in Hohenwarsleben

Autobahnkirche

Hohenwarsleben (mh) - Irxleben - dieser Ort ist Autofahrern ein Begriff. Bis vor kurzem verging kein Tag, an dem die gleichnamige Autobahnabfahrt der A2 zwischen Berlin und Hannover nicht in den Staumeldungen auftauchte. Durch den jetzt fertiggestellten sechsspurigen Ausbau der A2 ist dieses Problem gelöst. Bald aber wird ein neues Schild an der Abfahrt die Aufmerksamkeit der Autofahrer auf sich ziehen. "Autobahnkirche" wird darauf zu lesen sein. Der Hinweis gilt der über 800 Jahre alten St. Benedikt-Kirche in Hohenwarsleben, dem direkt an der Abfahrt gelegenen Nachbarort von Irxleben. Zur Zeit ist St. Benedikt allerdings noch eine Baustelle. Trotzdem kam Mitte Dezember Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Jürgen Heyer (SPD) nach Hohenwarsleben, um sich über das Vorhaben zu informieren.

Einbettet ist die Idee Autobahnkirche in das Gesamtkonzept zur Nutzung der romanischen Dorfkirche. Evangelische Gemeinde, die Kommune und ein Förderverein haben es entwickelt. Seit zwei Jahren bemühen sie sich gemeinsam darum, die Kirche, die in den Jahren davor immer weiter verfiel und sogar baupolizeilich gesperrt war, wieder zu einem Zentrum des Dorfes werden zu lassen. Und das nicht nur für die Pfarrgemeinde. Künftig sollen hier auch Gemeinderatssitzungen, musikalische Veranstaltungen oder Vorträge stattfinden, erklärt Pfarrer Peter Herrfurth. "Die Kirche soll nicht nur baulich erhalten, sondern auch mit Leben erfüllt werden - als ein Ort der Kommunikation in der Mitte des Dorfes." Und im Sommer vorigen Jahres kam eine weitere Idee hinzu: Der Gemeindekirchenrat beschloss die Öffnung von St. Benedikt als Autobahnkirche.

Die Idee fand die Zustimmung der Verantwortlichen der Landeskirche. Oberkirchenrat Dr. Harald Schultze begründet das mit der ausgesprochen günstigen Lage: Nur wenige Meter von der A2 und wenige Kilometer von der Autobahnkreuzung A2/A14 entfernt. In unmittelbarer Nähe befinden sich ein großes Einkaufzentrum und ein Autohof. Eine gute Gelegenheit also für Autofahrer oder Reisegruppen nicht nur dem Körper, sondern auch der Seele eine Rast zu gönnen. Das Projekt finde übrigens auch bei den Verantwortlichen der katholische Kirche Zustimmung, informiert Oberkirchenrat Schultze weiter. In einem Brief habe das Bistum Magdeburg die Idee Autobahnkirche Hohenwarsleben begrüßt. Außerdem sei es eine Selbstverständlichkeit, dass St. Benedikt als Autobahnkirche auch katholischen Christen offensteht, sei es, um einfach nur ein paar Minuten auszuspannen, zu beten, zu meditieren oder um beispielsweise als Reisegruppe einen Gottesdienst zu feiern.

Auch Verkehrsminister Heyer steht dem Projekt positiv gegenüber. "Die Einrichtung einer Autobahnkirche ist eine Idee, die man unbedingt unterstützen muss", sagt er. Unbürokratische Hilfe verspricht er für die künftige Beschilderung der Autobahnkirche: "Wenn ich zwischen einem McDonalds-Schild und einem Schild für eine Kirche entscheiden muss, würde ich immer eine Kirche vorziehen." Er hoffe, dass die Bauarbeiten an der Kirche möglichst schnell vorangehen, damit vielleicht zu Ostern wenigstens ein Teil schon als Autobahnkirche geöffnet werden kann. Hohenwarsleben wird dann neben Gelmeroda und Uhyst an der A4 sowie Duben an der A13 die vierte ostdeutsche Autobahnkirche sein. Bundesweit gibt es zur Zeit 14 derartige Kirche, zwei weitere sollen in Kürze entstehen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 2 des 50. Jahrgangs (im Jahr 2000).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 09.01.2000

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