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Bistum Dresden-Meißen

Nachholebedarf bis 2008 gedeckt

Bauvorhaben

Dresden - Bis zum Jahr 2008 werden alle größeren Bauvorhaben im Bistum Dresden-Meißen abgeschlossen sein. Damit rechnet der Ordinariatsrat für Baufragen, Johannes Hübner. "Bis dahin wird der Nachholbedarf in groben Zügen gedeckt sein", sagte er kürzlich vor Mitgliedern des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU) in Dresden. Danach müsse aber für die Unterhaltung der Gebäude gesorgt werden.

Dies sollten auch die Pfarreien schon jetzt berücksichtigen und dafür Geld ansparen. "Die Faustregel ist: Jedes Jahr muss etwa ein Prozent der Bausumme zurückgelegt werden, um die Erhaltung des Gebäudes langfristig zu sichern." Werde dies außer Acht gelassen, lebe man von der Substanz. "Das gibt dann Probleme." Hübner zufolge sind im Jahr 2000 an 30 Orten kleinere oder größere Bauvorhaben beziehungsweise Sanierungen geplant. Ursprünglich hatten es mehr sein sollen. 40 Prozent der Bauanträge habe der Bischof aber auf das folgende Jahr verschieben müssen, da sonst die Gesamtfinanzierung nicht sicher gewesen wäre. Durch das neue Steuermodell müsse sich das Bistum auf einen Rückgang der Kirchensteuereinnahmen um schätzungsweise 20 Prozent einstellen.

Zu den größeren Vorhaben zählt Hübner zufolge der Neubau einer Kirche für die St.-Elisabeth-Gemeinde in Gera. Die Planungen dafür seien abgeschlossen. Weiterhin gehöre dazu der Neubau eines Pfarrhauses und eines Kindergartens für die St.-Franziskus-Xaverius-Gemeinde in der Dresdner Neustadt. Errichtet werden sollen die Gebäude neben der St.-Martins-Kirche (Garnisonskirche), deren Dach und Fassade der bayerische Immobilienunternehmer Manfred Kaiser bis zum Frühjahr 2000 für rund 3,5 Millionen Mark saniert. Die Baukosten sollen sich auf etwa drei Millionen Mark belaufen. Die Gemeinde soll dann aus ihrem Provisorium in der Tannenstraße an die Garnisonskirche umziehen.

Geplant ist Hübner zufolge auch, für die Pfarrei in Naunhof bei Leipzig eine kleine Kirche neu zu errichten. Sie soll maximal 100 Plätze haben und etwa 900 000 Mark kosten. Dafür werde die Gemeinde im Tausch gegen ihr bisheriges Gelände ein Grundstück in zentraler Lage bekommen. Die Gemeinde sei seit Jahrzehnten Mieter in einer evangelischen Friedhofskapelle gewesen. Friedhof und Kapelle sollen demnächst wieder benutzt werden.

In Oberwiesenthal (Pfarrei Bärenstein) ist der Neubau einer Kapelle geplant. Ein Grundstück mit einem ehemaligen Kindergarten habe die Gemeinde 1993 erworben, so Hübner. Da Oberwiesenthal Kurort sei, müsse dort eine Kapelle zur Verfügung stehen. Im ostsächsischen Ostritz, an der Grenze zu Polen soll ein neuer Kindergarten errichtet werden. In einem Modellprojekt sollen ihn auch polnische Kinder besuchen.

Zu den umfangreicheren Sanierungsvorhaben gehört die Kirche in Zittau. Sie soll äußerlich wiederhergestellt werden. Geplant ist auch die Sanierung der Kirche in Deutzen bei Borna. 1964 hatten bayerische Katholiken das Gebäude gespendet. Als sich der Braunkohletagebau ausdehnte, seien viele Menschen umgesiedelt worden. Nun gibt es Hübner zufolge dort nur noch etwa 30 Katholiken. "Es gibt die Idee, die Apsis abzutrennen. Sie würde für die Gemeinde reichen. Der Rest der Kirche könnte vermarktet werden."

In der über 800 Jahre alten Stiftskirche in Wechselburg wird die Sanierung fortgesetzt. Triumphkreuz und Lettner sollen ihr ursprüngliches Aussehen zurück erhalten.

Tomas Gärtner

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 2 des 50. Jahrgangs (im Jahr 2000).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 09.01.2000

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