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Bistum Görlitz

... damit Kinder heute leben können

Sternsinger

Gruppenbild mit BischofNeuzelle (dw) - Den Zusammenhang von Bildung, Glaubensweitergabe und gelingendem Leben verdeutlichte Bischof Rudolf Müller bei der Eröffnung der diesjährigen Sternsingeraktion im Bistum Görlitz. Gerade in afrikanischen Ländern sei dieser Zusammenhang besonders augenfällig. Für viele Kinder sei die Bibel dort das erste Buch, das sie in die Hand bekämen. Sie lernten das Lesen dort oftmals buchstäblich mit den biblischen Geschichten, erzählte der Bischof rund 150 Jungen und Mädchen, die sich mit ihren erwachsenen Betreuern am 27. Dezember 2000 als Sternträger und orientalische Könige bunt-glitzernd verkleidet in der Neuzeller Stiftskirche zusammengefunden hatten. Die Sternsinger aus Görlitz gestalteten die Feier musikalisch.

Die Bibel sei von Menschen geschrieben worden, die Gott erfahren haben und ihrem Leben daraufhin eine positive Wende gaben, sagte Bischof Müller den Kindern und Jugendlichen. Sie bezeugten, dass Gott Mensch wurde und schilderten, wie das andere erlebten, die ihn sahen und sprechen hörten. Zu den Projekten, die das päpstliche Kindermissionswerk und der Bund deutscher katholischer Jugend mit dem Erlös der Sternsingeraktion finanziert, gehören nicht zuletzt auch solche, die Religionsunterricht und christliche Schulen in armen Regionen der Erde vorantreiben. Das Motto der diesjährigen Aktion "Lernen und handeln, damit Kinder heute leben können" rückt diesen Aspekt der Arbeit des Kindermissionswerks am Beispiel Südafrikas besonders ins Licht.

Bischof Müller machte den Sternsingern seines Bistums deutlich, dass sie mit ihrem Dienst während der folgenden Tage nicht zuletzt auch Zeugnis von ihrem Glauben geben. Mit einem Quiz half er während einer spielerischen Stunde im Anschluss an Eucharistiefeier und Mittagessen dem biblischen Wissen der Kinder zusätzlich auf die Sprünge. Der Beruf der Menschen, die in der Nähe der Krippe arbeiteten, war da zum Beispiel gefragt, oder der Name der Prophetin, die Jesus in den Händen hielt. Bei der Sendungsfeier, die den Tag abschloss, eröffnete Rudolf Müller gleichzeitig das Internationale Jahr der Ehrenamtlichen im Bistum Görlitz. Er rief den Kindern ins Bewusstsein, wie froh machend es sein kann, etwas für andere Menschen zu tun, ohne dafür bezahlt zu werden. Mit dem Jahr der Ehrenamtlichen will die UNO die Bedeutung des unentgeltlichen Engagements für die Gesellschaft herausstellen. Im Bistum Görlitz will der Caritasverband in diesem Jahr an verschiedenen Orten zu Dankeschön-Veranstaltungen für Ehrenamtliche einladen. Hilfreich kann es nach Ansicht von Bischof Müller auch sein, sich einmal vor Augen zu halten, welche unterschiedlichen Erfahrungen Gemeinden mit dem Ehrenamt sammeln und was beispielsweise die Pfarreien tun können, die sich schwer tun, genügend Helfer zu finden.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 1 des 50. Jahrgangs (im Jahr 2000).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 02.01.2000

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