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Aus der Region

Unterwegs den eigenen Lebensweg verstehen

Fußwallfahrt

Magdeburg/Klüschen Hagis (gh) - "Wir sind miteinander einen guten Weg gegangen." Dies konnte Dechant Winfried Mucke aus Bad Langensalza zum Abschlussgottesdienst der diesjährigen Fußwallfahrt von Magdeburg zum Klüschen Hagis feststellen. 60 Pilger hatten sich zu dieser Weggemeinschaft am 6. August in Magdeburg auf den Weg gemacht und erreichten am Fest Mariä Himmelfahrt den Eichsfelder Wallfahrtsort. Auch Jugendliche aus Polen, Ungarn, Guatemala, Peru, Eritrea und dem Senegal waren mit dabei. Man sei "mit frohem Herzen, im Geist der Freude" angekommen, sagte Dechant Mucke. Dieser Geist der Freude kam während der Abschlussmesse zum Ausdruck. Mucke, der den 200 Kikometer langen Weg mitgegangen war, berichtete während der Predigt von seinen Erfahrungen

In zwei Gruppen waren die Pilger unterwegs. Sie übernachteten in Pfarrhäusern und -sälen. "Sich aufmachen" sei für ihn das Leitwort der Wallfahrt gewesen, erzählte Dechant Mucke. An den Wegstationen habe man über Menschen nachgedacht, die sich für Gott aufgemacht, geöffnet haben. Menschen, die sich öffneten, könnten Nähe und Gemeinschaft erfahren. Eine Fußwallfahrt solle keine gemütliche Wanderung sein, sagte Mucke über das Anliegen der Aktion. Sie solle helfen, den eigenen Lebensweg besser zu verstehen. Bevor es dann Abschied nehmen hieß, versicherte so mancher der Wallfahrer, dass es im nächsten Jahr ein Wiedersehen geben wird

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 34 des 49. Jahrgangs (im Jahr 1999).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 29.08.1999

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