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... 18. Juli 1953

Damals ...

Aus Anlaß seines 50jährigen Priesterjubiläums betonte Kapitelsvikar Dr. Piontek "Es gefällt mir in Görlitz". Auszüge seiner damaligen Rede: Daß mein Lebensschifflein nach manchen Kreuz- und Querfahrten schließlich in Görlitz gelandet ist und nun das siebente Jahr hier vor Anker liegt, begrüße ich, denn es gefällt mir in Görlitz. Görlitz ist eine freundliche Stadt und hat im Kriege wenig gelitten. ... Als ich am 17. März 1947 in das St.-Otto-Stift einzog, da schien es, als sei ich nur gekommen, um mich hier zum Sterben hinzu legen. ... Daß ich trotzdem am Leben geblieben bin und all die Jahre habe arbeiten können, verdanke ich der umsichtigen und unermüdlichen Betreuung durch die Schwestern des St.-Otto-Stiftes. Es gefällt mir in Görlitz, denn hier herrscht ein reges kirchliches Leben. Bei St. Jakobus, in dessen Schatten ich wohne, und bei Hl. Kreuz, in Rauschwalde und in Weinhübel habe ich oft Gottesdienste gehalten und mich überzeugt, daß die Görlitzer ihre Kirchen lieben. Sie lassen sie nicht leer stehen, oft sind die Kirchen sogar beängstigend voll. Die Görlitzer hören gern die Predigt und empfangen fleißig die heiligen Sakramente. Die Görlitzer lieben kirchliche Feste und wissen sie würdig und erbaulich zu feiern. Und wenn die Görlitzer Jugend nach Neuzelle auch den weitesten Weg und die größten Kosten hat, so ist sie doch immer für eine Wallfahrt zu unserem Marienheiligtum zu haben. Ich freue mich darüber und wünsche von Herzen, daß Hand in Hand mit dieser betonten Kirchlichkeit die Bereitschaft gehen möge, für den Glauben auch wirtschaftliche Nachteile zu ertragen, starkmütig und schweigend, Erwachsene und Jugendliche, Eltern und Kinder. Ich habe Görlitz gern, denn aus dieser Stadt sind schon manche Priester hervorgegangen. Stattlich ist die Reihe jener, die bei ihrer Primiz sagen konnten: Ich habe ein Recht, gerade in Görlitz meine Primiz zu halten, denn in dieser Stadt bin ich groß geworden, hier habe ich die Schulen besucht, von hier aus habe ich den Weg zur Universität und zum Alumnat angetreten. Möge es auch in Zukunft so bleiben. Ein Papst hat einmal eine Denkmünze für Indien prägen lassen. Diese Denkmünze trug die lateinische Inschrift: Filii tui, India, ipsi tibi administri salutis, das heißt: Deine eigenen Söhne, o Indien, sollen Dir Vermittler des Heiles sein. Der Papst wollte damit den indischen Katholiken sagen, wie notwendig ein einheimischer Klerus ist. Deine eigenen Söhne, nicht Fremde, sollen Dir Vermittler des Heiles sein. Ich kann keine Denkmünze prägen lassen, aber ich werde nicht aufhören, unseren Familien zuzurufen: Aus euch müssen die Priester kommen, die wir brauchen. Und wenn das von der ganzen Diözese gilt, dann vor allem von jener Stadt, in der mehr als ein Zehntel aller Gläubigen unserer Diözese wohnt. Filii tui, Gorlicia, ipsi tibi administri salutis, Deine eigenen Söhne, o Görlitz, sollen Dir Vermittler des Heiles sein.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 11 des 49. Jahrgangs (im Jahr 1999).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 21.03.1999

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