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Bistum Erfurt

Orgelweihen in Sondershausen und Kefferhausen

Pfeifen und Zimbeln für das Gotteslob

Sondershausen/Kefferhausen/Dingelstädt (so/hn/di) - Gleich zwei Orgelweihen fanden am 11. Oktober 1998 im Bistum Erfurt statt. In der Sondershausener St. Elisabeth-Kirche weihte Weihbischof Hans-Reinhard Koch eine neue Orgel mit 18 Registern, zwei Manualen und Pedal ein. In Kefferhausen weihte Generalvikar Georg Jelich in der Pfarrkirche "St. Johannes der Täufer" eine elektropneumatische Orgel ein, die die Gemeinde von den Heiligenstädter Schulschwestern übernehmen konnte. Die Dingelstädter Pfarrei St. Gertrud hingegen sammelt Spenden, um ihre 42 Register umfassende Orgel sanieren lassen zu können.

In Sondershausen gab es bereits 1984 erste Aktivitäten zur Beschaffung einer neuen Orgel. Das alte Instrument hatte irreparable Schäden. Die St. Elisabeth-Gemeinde brachte damals genügend finanzielle Mittel für eine neue Orgel auf. Mit der "Wende" 1989 verdoppelten sich jedoch die Baukosten. Zudem halbierte die Währungsreform den Wert des vorhandenen Geldes. Der Bauauftrag mußte zurückgestellt werden. Engagierte Gemeindemitglieder gründeten daraufhin den "Orgelbauverein St. Elisabeth". Innerhalb von zwei Jahren sammelte dieser 70 800 Mark, so daß der Thüringer Orgelbaugesellschaft in Waltershausen ein Bauauftrag erteilt werden konnte. Jetzt wurde die neue Orgel für 236 000 Mark fertiggestellt und ist am vergangenen Sonntag feierlich eingeweiht worden. Um das Instrument bezahlen zu können, fehlen der Gemeinde noch 30 000 Mark

In der zurückliegenden Woche fanden allabendlich Veranstaltungen mit der neuen Orgel statt. An diesem Samstag und Sonntag sind aus Anlaß der Festwoche die Dresdner Kapellknaben zu Gast: Am 17. Oktober geben sie ein Konzert, die Orgel spielt dabei Jens Goldhardt. Am 18. Oktober findet um 9.30 Uhr ein Festgottesdienst mit den Dresdner Kapellknaben statt. Anschließend ist Gemeindefest.

Die Orgel in Kefferhausen stammt aus der Kirche der Heiligenstädter Schulschwestern. Beim Abriß des alten Klostergebäudes 1995 wurde das von Orgelbaumeister Louis Krell aus Duderstadt errichtete Instrument ausgebaut. Die Pfarrei Kefferhausen, deren Orgel in einem sehr schlechten Zustand war, nahm es dankbar entgegen. Das Instrument wurde von Orgelbaumeister Karl Brode aus Heiligenstadt in das alte Gehäuse in Kefferhausen eingebaut, generalüberholt und mit einem neuen Spieltisch versehen

Die Dingelstädter Pfarrei St. Gertrud hingegen muß ihre 1932 von der Paderborner Firma Feith errichtete Orgel dringend reparieren lassen. Sie ist mit 42 Registern die größte Orgel des Obereichsfeldes. Die Kosten für Reparatur und Renovation werden auf 300 000 bis 400 000 Mark geschätzt. Die Gemeinde allein kann diese Mittel nicht aufbringen. Ein Restaurationsauftrag kann aber erst erteilt werden, wenn mindestens 50 Prozent der Mittel vorhanden sind

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 42 des 48. Jahrgangs (im Jahr 1998).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 18.10.1998

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