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Bistum Magdeburg

Geborgen wie in Noahs Arche

Kindergarten-Einweihung

Halle (fun) - Noah lud sie ein und sie kamen: Nach den kleinen Mäusen kletterten die schwarzen Katzen in sein Boot. Ob Dalmatiner oder rosarotes Schwein, jedes verkleidete Kindergartenkind des halleschen Kindergartens "Don Bosco" fand in der Arche Noah seinen Platz. Das biblische Singspiel, das Kinder und Erzieher vorführten, war der Auftakt der Einweihungsfeier ihres neugebauten Kindergartens am 3. Oktober

Wie in Noahs Arche soll jeder in dem Kinderhaus willkommen sein. "Dieses neugebaute Haus bleibt keinem verschlossen. Es ist ein Haus, in dem Kinder geliebt werden und sich wohlfühlen sollen", betonte die Leiterin Edith Geuther während der Andacht, die unter dem Motto stand "Gott baut ein Haus, das lebt"

Nach der Andacht zogen die Kinder zusammen mit ihren Erzieherinnen, der Leiterin und Domkapitular Reinhold Pfarrerodt in das Kinderhaus, um die neuen Räume zu segnen, in denen am Montag darauf der Betrieb losgehen sollte. Bis dahin war der Kindergarten in Kellerräumen des Gemeindehauses untergebracht. Die alten Räume waren nach der Wende als "beschränkt betriebsfähig" beurteilt worden und konnten somit nur noch ein paar Jahre genutzt werden. Um eine Schließung des nunmehr genau 50 Jahre alten katholischen Kindergartens zu vermeiden, mußte neu gebaut werden. In einem knappen Jahr entstand auf der grünen Wiese der Hallenser Franziskaner das Kinderhaus, in dem 57 Kinder im Alter von zwei bis 14 Jahren Platz finden sollen

Es gibt drei Gruppenräume und einem Turnbereich. In einem Werkraum können die Kinder an der Werkbank zimmern. Im Musikzimmer wird ihnen einmal in der Woche kostenlos musikalische Grunderziehung angeboten. "Auf die Förderung der Interessen und Talente unserer Kinder legen wir großen Wert", betonte in diesem Zusammenhang Edith Geuther

Finanziert wurde der Bau, der in Trägerschaft der Pfarrei Dreieinigkeit steht, vom Bischöflichen Ordinariat Magdeburg, von der Bundesregierung, der Stadt Halle und der Stiftung "Herzog Engelbert Charles und Herzogin Mathildis von Arenberg"

Mit dem Beitrag der Stiftung wurden Teile der Einrichtung und ein "Indianerspielplatz" bezahlt. Eine besondere Raffinesse dieses Holzspielplatzes, der noch in Arbeit ist, erläutert die Kindergartenleiterin: "Die vier Elemente Luft, Wasser, Feuer und Erde lassen sich hier wiederfinden." Das Wasser fließt durch einen Bach, in dem sich die Kinder im Sommer abkühlen können. Eine Erdhöhle mit einer Röhre zum Durchkrabbeln stellt das Element Erde dar. Und am Lagerfeuerplatz werden die Kinder über dem Feuer sicherlich bald manche Knüppelkuchen backen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 41 des 48. Jahrgangs (im Jahr 1998).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 11.10.1998

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