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Bistum Dresden-Meißen

Wo der Geist wirkt, da ist Freiheit

Wallfahrt

Dresden (tdh) - Das Bistum Dresden-Meißen feiert in diesem Jahr mit der ganzen Weltkirche in der Vorbereitung auf das Heilige Jahr 2000 das Jahr, in dem die Christen vor allem den Heiligen Geist, seine Anwesenheit und seine Wirksamkeit in der Welt und für die Welt erneut entdecken wollen. Aus diesem Anlaß sind die katholischen Gemeinden und alle Gläubigen unseres Bistums am 13. September zu einer gemeinsamen Wallfahrt nach Marienstern bei Panschwitz-Kuckau eingeladen. Das Thema der Wallfahrt lautet "Wo der Geist wirkt, da ist Freiheit"

Das Bistum möchte das Jahr der Wahrnehmung des Heiligen Geistes zum Anlaß nehmen, vor allem die Hoffnungszeichen zu entdecken, die der Geist Gottes der Welt und allen Menschen gegeben hat. Das Kloster Marienstern selbst ist ein solches Hoffnungszeichen des Glaubens an Gottes Geist. Aber auch viele andere große und kleine Initiativen in unserem Bistum zeigen sich als vielgestaltige und glaubensstarke Hoffnungszeichen an diesem Sonntag in Marienstern

Zu Beginn der Veranstaltung auf dem Gelände des Klosters wird um 10.30 Uhr ein Gottesdienst mit dem Bischof des Bistums Dresden-Meißen, Joachim Reinelt, sowie mit Bischöfen aus Tschechien, Polen und Rußland gefeiert. Im Anschluß daran findet ein Wallfahrtsfest mit vielfältigen Angeboten für Erwachsene und Kinder statt. Für die Kinder und Familien gibt es ein Puppentheater, ein Quiz zum Kloster Marienstern, Bastelangebote, RKW-Tänze, ein Märchenzelt und vieles mehr

Als "Schwestern zum Anfassen" stellen sich interessierten Besuchern die Schwestern des Klosters Marienstern in einer Gesprächsrunde zum Thema "Zisterziensische Spiritualität". Pfarrer Rothland gibt in einem Vortrag "Von Altzelle nach Neuzelle - Zisterzienser und Zisterzienserinnen in Mitteleuropa" einen Überblick zur Geschichte der Zisterzienser in unserer Umgebung. Unter dem Titel "Hoffungszeichen" stellen Pfarrgemeinden sowie katholische Verbände und Initiativen aus unserem Bistum sich und ihre Aktionen vor. Die Bischöfe Rybak aus Liegnitz, Rudolf Müller aus Görlitz, Bischof Joachim Reinelt, der Moskauer Weihbischof Clemens Pickel sowie der Generalvikar des Bistums Leitmeritz Monsignore Havella führen ein Forumsgespräch. Wer lieber das Ruhige und die Stille sucht, der fühlt sich vielleicht von einem halbstündigen geistlichen Konzert und nachfolgender "Oase der Stille" in der Klosterkirche angesprochen. Zum Abschluß des Tages findet um 15 Uhr eine Wallfahrtsandacht statt

Was ist eigentlich eine Wallfahrt? Die ursprüngliche Bedeutung des altdeutschen Wortes "wallen" ist "pilgern", "reisen" oder einfach "gehen" (Goethes Zauberlehrling: "Walle, walle machen Strecke, daß zum Zwecke ..."). Die vielen Pilger- und Wallfahrten, die vorallem die katholischen Kirche kennt, dienen in erster Linie nicht dazu, einen unbekannten Kulturraum kennenzulernen. Wallfahrten sollen zeigen, daß das menschliche Leben ein Unterwegssein zu Gott ist. Das Ziel der Wallfahrer ist deshalb immer ein Ort, an dem das Ziel des menschlichen Lebens, Gott, besonders erfahrbar wird. So war es schon im alten Israel: Das Volk Israel zog regelmäßig zu den Orten, die Gott geweiht waren. Vor allem nach Jerusalem, weil dort Gott im Tempel gegenwärtig verehrt wurde. Bei den frühen Christen waren die Ziele der Wallfahrten die Gräber derer, die als Zeugnis für Christus ihr Leben gelassen hatten - also die Märtyrer - und später die Gräber aller Heiligen. In den Heiligen und Märtyrern erkannten die Christen ihre Vorbilder des Glaubens an Christus und feierten an ihren Gräbern die Eucharistie. Die Heiligen hatten im Tod bereits das Ziel und die Hoffnung ihres Lebens erreicht, wohin die Lebenden noch unterwegs waren: Gott

Und so soll auch die Wallfahrt nach Marienstern uns das Ziel jedes menschlichen Lebens näher bringen, Gott in seinem Heiligen Geist

Dr. Johannes Hintzen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 31 des 48. Jahrgangs (im Jahr 1998).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 02.08.1998

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