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Bistum Erfurt

Neuer Vorstand gewählt

BDKJ


Krombach (rw/tdh) - Einen neuen Vorstand hat der Erfurter Diözesanverband des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) gewählt. Beim diesjährigen Diözesan-Jugendforum in Krombach (Eichsfeld) wählten die Vertreter der Mitgliedsverbände Gordian Siml, Heiligenstadt, Thomas Brandes, Geisa, Maria Ströhe, Suhl, und Rebecca Saliger, Suhl, neu in den Vorstand. Claudia Nürnberg, Neustadt (Eichsfeld), und Diözesan-Präses Jugendpfarrer Stephan Riechel, Erfurt, wurden in ihrem Amt bestätigt. Zum Erfurter BDKJ-Diözesanverband gehören die katholischen Jugendverbände und Dekanatsjugendverbände des Bistums

Die Mitgliedsverbände müssen ihre Zusammenarbeit und den Informationsfluß untereinander und mit dem Diözesanvorstand intensivieren und die Öffentlichkeitsarbeit verbessern. Das wurde während der Diskussion der Arbeit des Diözesanverbandes am Samstagvormittag deutlich, an der auch BDKJ-Bundespräses Rolf Peter Cremer teilnahm. In der Einführung zu einem Arbeitsbericht über die vergangenen zwei Jahre der Vorstandstätigkeit betonte der scheidende Diözesanvorsitzende Andreas Siegler noch einmal, was ihn motivierte, den BDKJ in Thüringen mit aufzubauen: "Es war der Gedanke an etwas, was es in Deutschland so nicht gibt, und zwar: alle, die Jugendarbeit machen wollen - egal, ob "klassische" Jugendverbände, geistliche Erneuerungsbewegungen oder Jugendgruppen der Dekanate - an einen Tisch zu bekommen und gemeinsam etwas im Bistum Erfurt zu bewirken."

Da die Einzelnen in ihren Gruppen oft nur die eigenen Alltagsprobleme im Blick haben, ging es den nach Krombach gereisten Jugendlichen am Abend zuvor zunächst darum, in spielerischer Form gelungene Aktionen und Stärken des eigenen Jugend- oder Dekanatsverbandes vorzustellen und sich im wahrsten Sinne des Wortes so gut wie möglich zu verkaufen. Leider waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer angereist, sonst hätten alle noch mehr Spaß daran haben können

Am Samstagnachmittag wurden dann in drei Arbeitsgruppen jugendpolitische Probleme diskutiert. Thema war zum einen die Arbeitsmarktsituation für Jugendliche, die auch direkte Auswirkungen auf die kirchliche Jugendarbeit hat, wenn zum Beispiel Jugendliche eine weit vom Heimatort entfernte Lehrstelle erhalten, wenn sie der terminliche Streß stark einspannt oder wenn Zukunftsängste die Jugendgruppen sogar unmittelbar betreffen. Die Teilnehmer des Diözesanforums forderten deshalb, Ausbildungsplätze in der Region zu schaffen und ehrenamtliches Engagement in der Gesellschaft aufzuwerten. Die Kolping-Jugend machte deutlich, daß konkret etwas zur Verbesserung der Situation arbeitsloser Jugendlicher getan werden kann: Sie stellten das Projekt " Lehrstellenbörse 1998" des Kolpingwerkes vor. Mit Hilfe der bundesweiten Vernetzung des Verbandes werden meist über die Kolping-Diözesan- und Jugendreferate Lehrstellenangebote und -gesuche vermittelt. Befinden sich die Lehrstellen weit vom Heimatort entfernt, helfen die Kolpingfamilien und Kolpinghäuser, Heimat und Quartier zu finden

Eine zweite Gruppe informierte sich zunächst über ausbeuterische Formen von Kinderarbeit in Südamerika, um anschließend darüber zu diskutieren, was dagegen getan werden kann. Die Gruppe schlug der Diözesan-Versammlung vor, mit gezielten Aktionen in den einzelnen Jugendgruppen die weltweite Ini-tiative "global march - Ausbildung statt Ausbeutung" zu unterstützen, was breite Zustimmung bei den Delegierten fand

Eine dritte Gruppe setzte sich mit dem erarbeiteten Jugendpastoralplan des Bistums Erfurt auseinander und erläuterte anschießend allen die relevanten Inhalte, Ziele und Optionen dieses Arbeitspapiers

Ein ganz besonderes Dankeschön wurde dem nicht wieder kandidierenden BDKJ-Diöze-sanvorsitzenden, Andreas Siegler, gesagt, der sich bereits seit 1989 in der Jugendarbeit des Bistums stark engagierte. Dafür wurde ihm das silberne Ehrenzeichen des BDKJ verliehen. Der Dank an die anderen ausscheidenden Vorstandsmitglieder und die anschließende Wahl des neuen Vorstandes läuteten den gemütlichen Teil des Abends ein. Das Jugendforum schloß am Sonntag mit einem Gottesdienst auf dem Hülfensberg.


Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 19 des 48. Jahrgangs (im Jahr 1998).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 10.05.1998

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