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Bistum Görlitz

Kirche in Hörlitz profaniert

Bischofsdekret

Senftenberg (fun) - "Nach Anhörung des Priesterrates und Beratung in der Ordinariatssitzung hat der Bischof mit Dekret vom 8. Januar 1998 die St. Barbara Kirche zu Hörlitz, dem Antrag des Kirchenvorstandes entsprechend, zur profanen, aber nicht unwürdigen Nutzung, freigegeben. Die genannte Kirche ist damit profaniert." - So lautet die offizielle Mitteilung im Görlitzer Amtsblatt.

Mit diesen förmlichen Sätzen ist die Zukunft der Hörlitzer Kirche beschlossene Sache: Die Kirche als Gotteshaus ist endgültig Vergangenheit. Gut zwei Kilometer entfernt von Senftenberg, wurde die Kirche seit Jahren nicht mehr für gottesdienstliche Zwecke genutzt und steht sei 1985 leer. Die Kirchbau - dem man die jahrelange Vernachlässigung und Witterung ansieht - wird momentan von der Caritaskreisstelle Senftenberg als Möbellager genutzt. Jedoch keine endgültige und zufriedenstimmende Lösung. "Die Leute hat schon immer interessiert, was aus der Kirche wird", sagt Pfarrer Thomas Besch. So will die Kirchengemeinde St. Peter und Paul in Senftenberg seit Jahren diese Bausubstanz erhalten. Da die Senftenberger Pfarrei jedoch über genug eigene Räume verfügt, fällt die Möglichkeit der Eigennutzung der im Landkreis liegenden St. Barbara Kirche weg.

Weitere Wege wurden erdacht und abgewogen, bis kürzlich ein Förderverein gegründet wurde. Dessen Mitglieder interessieren sich für die Entwicklung der denkmalgeschützen Kirche. "Wir planen aus dem Gebäude ein Kultur- und Begegnungszentrum zu machen. Das Zentrum - das gemeinnützig und unabhängig von kirchlichen sowie staatlichen Institutionen arbeiten soll - könnte dann eine Ergänzung des kulturellen Angebots in der Region Senftenberg sein", sagt Besch.

Fest steht noch nichts. Die Pläne für das profanierte Kirchengebäude sind umso zahlreicher. "Der Altarraum könnte zu einer Bühne umgestaltet werden. So könnten Konzerte oder Theatervorstellungen angeboten werden. Auch ein gastronomischer Bereich könnte integriert werden. Dazu müssen aber dementsprechende sanitäre Anlagen vorhanden sein", erzählt Thomas Besch über die Pläne des Fördervereins. Wenn diese realisiert werden, ist auch ein Anbau nicht ausgeschlossen, denn das Platzangebot in der Kirche ist nicht üppig. Erst einmal muß aber dringend das Dach und der Turm saniert werden. Das übernimmt der Denkmalschutz.

Wer sich für die Entwicklung der profanierten Hörlitzer Kirche interessiert, kann sich in dem Förderverein engagieren.

Ansprechpartner ist

Pfarrer Thomas Besch: Calauer Str. 1

in 01968 Senftenberg, Telefon: 0 35 73/79 86 38.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 12 des 48. Jahrgangs (im Jahr 1998).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 22.03.1998

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