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Bistum Görlitz

Urgestein der Seelsorge

Prälat Carl Hauser wird 100 Jahre

In Jauernick bei Görlitz steht nicht nur die älteste Kirche des Bistums Görlitz, hier lebt auch das "seelsorgliche Urgestein" der östlichsten Diözese Deutschlands: Prälat Carl Hauser, der am 25. Dezember seinen 100. Geburtstag feiert. In Kant bei Breslau geboren, empfing er nach dem Theologiestudium 1923 die Priesterweihe und wirkte in den folgenden Jahrzehnten in verschiedenen Gemeinden seiner schlesischen Heimat. 1948 übernahm er nach der Vertreibung aus der Heimat die Seelsorge an den Katholiken in Mengelsdorf und wurde 1950 Pfarradministrator in Jauernick. Generationen erlebten Prälat Hauser als ihren Priester; daneben war Bischöflichen Gerichts. Papst Paul VI. ehrte ihn 1964 mit der Ernennung zum Päpstlichen Hausprälaten

Sein heute erreichtes hohes Alter - so sind sich seine Mitbrüder einig - habe er sich durch sportliche Betätigung erarbeitet. Noch bis vor wenigen Jahren badete er täglich bis hinein in den Winter in den Seen der Umgebung. "Heute hat mir der Arzt eine halbe Stunde Spaziergang verordnet, um fit zu bleiben", meint er

Über sich selbst spricht der Jubilar nicht gern. Immer wieder lenkt er ab, wenn das Gespräch auf ihn kommt. Aus Büchern und Zeitschriften informiert er sich täglich über das Leben in Kirche und Welt. Prälat Hauser: "Die Kirche ist ein wanderndes Volk Gottes mit allen Beschwerden und Schwierigkeiten, die sie auf sich nehmen muß. Wir leben eben nicht im Himmel, sondern auf der Erde." Der 100jährige betont, daß wir Christen eigentlich froh sein können, daß wir heute leben. Dabei verweist er auf die Kirchengeschichte, in der es manche Zeiten gab, die wesentlich schwieriger und härter waren als heute. Immer wieder hebt er das Positive hervor. Als ein Beispiel nennt er die vielen Seligsprechungen: "Jede Selig-sprechung ist doch ein positives Urteil über die Kirche. Mehr können wir uns doch gar nicht wünschen, als daß die Menschen zur Vollkommenheit gefunden haben.

Die geistige Haltung von Prälat Hauser ist durch das benediktinische Motto "Bete und arbeite" geprägt. Carl Hauser ist Benediktiner-Oblate des Klosters Grüssau in Schlesien, zu dem er noch heute intensiven Kontakt hält

Gern schließe ich mich dem Wunsch des Berliner Erzbischof Sterzinsky an, der dem Jubilar neben dem Segen Gottes, daß ihm aller Einsatz im Weinberg des Herrn einst reich gelohnt werde. Bernd Richter

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 51 des 47. Jahrgangs (im Jahr 1997).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 21.12.1997

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