Jetzt 4 Wochen kostenfrei Tag des Herrn lesen!
Aus der Region

Evangelium für Nichtchristen zugänglich

Über den Glauben sprechen

Annegret Beck Bischof Joachim Wanke hat dazu ermutigt, nach Möglichkeiten zu suchen, Nichtchristen mit dem Evangelium bekannt zu machen (Tag des Herrn 4/ 2001, Seite 9 und 11). Beiträge verschiedener Autoren sollen an dieser Stelle dazu Anregungen geben. Hier nun Teil 2:
Mal ehrlich: Wann sind Sie zum letzten Mal mit einem Nichtchristen ernsthaft ins Gespräch gekommen? Nicht nur über das Wetter oder BSE, über ein fachliches Thema, das Sie gerade am gemeinsamen Arbeitsplatz beansprucht, oder über die Börsendaten! Sondern so richtig über das Leben! Vielleicht haben Sie gemerkt, dass es viele Übereinstimmungen gab, manches, was gemeinsam einleuchtet. Aber waren da nicht auch die Sackgassen, die Sprachlosigkeit erzeugten? Und: Spielte Ihr christlicher Glaube in dem Gespräch eine Rolle?
Es scheint ein hoher Anspruch zu sein, so mit anderen im Gespräch zu sein, dass Gottes Wort zu Wort kommt. Und doch findet sich dieser Auftrag unter den Worten Jesu. Er schickt seine Jünger in alle Welt, um die Botschaft von Gottes Lebens spendender Liebe - man könnte sagen - unter die Leute zu bringen. Es gibt eine ganze Menge von Gründen, warum uns das heute schwerer fällt als den ersten Christen. Aber es leben auch in unserem Land Menschen - Soziologen schätzen die Zahl auf 20 Prozent - , die gern mal und ganz unauffällig danach fragen würden, was der christliche Glaube so meint, wenn er vom Himmel und von Gott spricht, und was er zu bieten hat, wenn andere Lebensperspektiven scheinbar am Ende sind. In Pfarrhäusern klopfen sie eher selten an. Wer aber Christen befragt, die erst als Jugendliche oder Erwachsene den Glauben kennen gelernt haben, wird feststellen: Oft war der erste Kontakt entscheidend. Da gab es einen Menschen oder eine Gruppe mit einer großen Offenheit. Der christliche Glaube war nicht immerfort Thema, aber er wurde auch nicht versteckt. Er leuchtete sozusagen durch die Knopflöcher des alltäglichen Lebensmantels hindurch. Und das ließ nachfragen.

Nun ist es nicht unser Auftrag, "Missionserfolge" zu sammeln. Gott selbst ist es, der in unseren Gesprächspartnern vielleicht schon lange am Wirken ist. Doch wir können Orte schaffen, an denen Begegnung mit Gott und seinem Wort möglich wird. Und wir können eine Atmosphäre stiften, die etwas von der geschenkten Freiheit des Glaubens deutlich macht. Das Leporello "Das Evangelium auf den Leuchter stellen ..." will anstoßen, was dazu möglich ist.

In den Pfarrgemeinden, Familienkreisen und Jugendgruppen gilt es, Räume zu schaffen, in denen es Nichtchristen eher diskret und zurückhaltend ermöglicht wird, die eigenen Fragen aufkommen zu lassen und zu stellen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Jugendabend, offen auch für nichtchristiche Freundinnnen und Freunde? Oder einem offenen Gemeindefest für den Stadtteil? Der Auftrag Jesu heißt, die Botschaft von Gottes Liebe in die Welt hineinzutragen. An uns Christen liegt es, damit zu beginnen.

Annegret Beck / tdh

Ansprechpartnerin für das Lebensfeld "Gespräch": Annegret Beck, Stiftsgasse 4a, 99084 Erfurt,

Tel. (03 61) 6 57 22 82

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 6 des 51. Jahrgangs (im Jahr 2001).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 11.02.2001

Aktuelle Empfehlung

Bei Gott zu Hause

Bei Gott Zuhause
Der neue Kurs für den Weg zur Erstkommunion
Anders als traditionelle Materialien für den Kommunionunterricht geht dieser Vorbereitungskurs innovative Wege.

Kommunion heißt Gemeinschaft:
ein Kurs für Kinder, Eltern und die ganze Gemeinde
Lebendig von Gott erzählen:
geeignet für erfahrene Katecheten und engagierte Laien
Glauben mitten im Leben:
zeitgemäßes Material mit eigener Online-Plattform

Abwechslungsreiche Methoden, Inhalte und Materialie

  • modularer Kursaufbau mit zahlreichen Optionen und Alternativen
  • breites Themenspektrum von Taufe, Bibel, Gebet bis zu Beichte und Eucharistie
  • kreative Methoden: Kirchenrallye, Bibel-Schatzsuche, Brettspiel zur heiligen Messe u. v. m.
  • nachhaltige Verzahnung der Katechesen mit Elternabenden, Familien-Gesprächsschätzen sowie Ideen für Gottesdienste und das Gemeindeleben

» Mehr Infos über Bei Gott zu Hause

Aktuelle Buchtipps