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Bistum Erfurt

Auch räumlich für Familienarbeit gerüstet

Feierstunde: Familienzentrum Kerbscher Berg ist fertig

Dingelstädt (ep) - "Wenn das Familienzentrum Kerbscher Berg eines tun kann und soll, so ist es dies: Beziehungen zwischen Müttern, Vätern und Kindern anzuregen und zu schaffen, um so gegen allen Streß das Miteinander von Menschen und damit das Leben zu fördern." Dies wünschte der Heiligenstädter Propst Heinz-Josef Durstewitz dem Familienzentrum Kerbscher Berg in Dingelstädt während einer Festlichen Stunde in den umgestalteten Räumen des früheren Franziskanerklosters. Mit der kleinen Feier wurde am vergangenen Freitagnachmittag auf dem Berg die bauliche Fertigstellung des Familienzentrums begangen

Zu der Festlichen Stunde waren auch Bischof Joachim Wanke und Thüringens Kultusminister Dieter Althaus (CDU) gekommen. Von Rektor Paul Ju-lius Kockelmann eigens begrüßt wurden die vier Usulinen Marianne, Cornelia, Brigitte und Angela, die auf dem Berg wohnen und sich neben anderen Aufgaben auch für das Familienzentrum engagieren

Rektor Paul Julius Kockelmann dankte allen, die in den vergangenen Jahren am Umbau des früheren Franziskanerklosters zum diözesanen Familienzentrum und an der Sanierung der Kirche beteiligt waren. Aus den früheren kärglichen Zellen und Gemeinschaftsräumen der Franziskaner sind nun ein großer und ein kleiner Vortragsraum, ein Kinderzimmer, Büro- und Gastzimmer sowie im Keller zwei große Hobbyräume und ein Foyer entstanden. Außerdem wurde die Kirche umfassend saniert

Von den Kosten haben das Thüringer Sozialministerium 280 000 Mark und das Bischöfliche Ordinariat 570 000 Mark übernommen. Weitere 70 000 Mark wurden vom Kultusministerium für die Ausstattung der Kreativräume beigesteuert

Der Bischöfliche Kommissarius für das Eichsfeld, Propst Durstewitz, warnte in einem Festvortrag die Gesellschaft davor, die Sorge um die Familien zu vernachlässigen. Wo Streß überhand nehme, beginne Lebensverweigerung, so Durstewitz. Wer sich um Kinder und damit um die Zukunft Sorgen mache, müsse sich vor allem auch um die Eltern kümmern.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 36 des 47. Jahrgangs (im Jahr 1997).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 07.09.1997

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