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Bistum Görlitz

Zisterzienser als Kulturträger

Ausstellung zur Geschichte des schlesischen Ortes Kamenz

St. Marienthal / Schulpforta (uk) - Die Ausstellung "900 Jahre Kamenz in Schlesien", die bis Mitte März im Zisterzienserinnenkloster St. Marienthal zu sehen war, steht Besuchern bald auch in anderen Ausstellungsorten zur Besichtigung offen

Die Ausstellung entstand in einer Gemeinschaftsarbeit des Landesmuseums Schlesien in Görlitz und der Gemeinde Kamieniec Zabkowicki im heute polnischen Schlesien und illustriert die Geschichte der Gemeinde und des Klosters Kamenz am Fuße des Eulengebirges

Vor 900 Jahren wurde Kamenz in einer schriftlichen Überlieferung des Chronisten Cosmas von Prag erstmals urkundlich erwähnt. Rund 300 Exponate, vorwiegend Fotos, Zeitdokumente und Faksimile, geben einen Querschnitt durch die vergangenen 900 Jahre. Dabei kann sich der Besucher auch über die wechselnden Machtverhältnisse zwischen Böhmen, Österreich, Preußen und Polen informieren. Einen wesentlichen Raum nimmt der Zweite Weltkrieg ein

Vom 18. April bis 17. August wird die Ausstellung im Kloster Schulpforta bei Naumburg zu sehen sein. Zwischen dem Kloster Schulpforta und der Gemeinde Kamenz in Schlesien gab es bereits vor 750 Jahren erste Berührungspunkte. Im Jahre 1163 bildeten Zisterzienser-Mönche aus dem Kloster Pforta einen neuen Konvent in Leubus/Schlesien. Die Mönche dieses Konvents gründeten dann 1247 das Kloster Kamenz

Vom 31. August an wird die Ausstellung dann im Kloster Altzella zu sehen sein, einem ehemaligen Zisterzienserkloster, das 1175 vom Kloster Schulpforta als neuer Konvent gegründet wurde

Im Anschluß an Ausstellungsorte in Deutschland und Polen soll "900 Jahre Kamenz in Schlesien" auch in Tschechien, Ungarn, Frankreich und in den Niederlanden gezeigt werden.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 15 des 47. Jahrgangs (im Jahr 1997).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 13.04.1997

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