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Bewußter Beitrag einer Pfarrgemeinde

Solarstrom vom Dach des Gemeindehauses in Lobenstein

Kirche und Gemeindehaus Lobenstein mit Solaranlage auf dem Dach Lobenstein (tdh/hw) - Um eine Wende im Energiebewusstsein zu erzielen, sind moralische Appelle längst zu wenig. So wuchs in der katholische Pfarrgemeinde "Christus König" im ostthüringischen Lobenstein die Idee, eine Solaranlage auf dem Dach des Gemeindezentrums zu installieren. Damit, so Kirchenrat Hans Wenzel in einer Pressemitteilung der Gemeinde , wollte sie bewusst einen Beitrag "zur Verwirklichung des christlichen Auftrages zur Erhaltung der Schöpfung und dem Dienst an den Menschen leisten". Die Photovoltaikanlage, die kürzlich mit einem Gottesdienst und einem anschließenden Festakt der Gemeinde feierlich übergeben wurde, konnte im Rahmen der Förderinitiative "300 Kirchgemeinden für Solarenergie" verwirklicht werden.
Die Kosten für die 4,62-Kilowatt-Anlage betragen rund 74 000 Mark. Weitere Mittel wurden für die Öffentlichkeitsarbeit - eine Bedingung der Förderinitiative - aufgebracht. Neben der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, bezuschusste auch das Wirtschaftsministerium des Freistaates Thüringen das Projekt mit zirka 40 Prozent. Der Anteil der katholischen Pfarrgemeinde Lobenstein-Wurzbach wurde durch Spenden und Eigenleistungen erbracht. Die neue Anlage wird eine Energiemenge von etwa 4000 Kilowattstunden jährlich produzieren, wodurch 2800 Kilogramm klimaschädigendes Kohlendioxid eingespart werden. Der von der Gemeinde nicht benötigte Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist und mit 99 Pfennigen pro Kilowattstunde vergütet.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 37 des 51. Jahrgangs (im Jahr 2001).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Donnerstag, 13.09.2001

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