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Bistum Görlitz

50 Jahre Säkularinstitut Ancillae

Benediktbeuren / Cottbus (tdh) - Sein 50jähriges Bestehen hat das Säkularinstitut Ancillae am 14. September in Benediktbeuren gefeiert. Vertreterinnen der Gemeinschaft aus den ost- und westdeutschen Regionen und aus der Region in Südindien waren zu diesem Fest zusammen mit vielen Freunden des Institutes und Förderern seiner missionarischen Aufgaben in die Zentrale nach Benediktbeuren gekommen.

Der Augsburger Bischof Dr. Dammertz, der gemeinsam mit dem Görlitzer Altbischof Bernhard Huhn den Festgottesdienst feierte, würdigte in seiner Predigt die Bedeutung von Säkular-instituten, deren Mitglieder als "Licht der Welt" "mitten in der Welt" leben.

Sie ließen sich auf ein "Abenteuer einer großen Liebe" ein, indem sie sich zu den Gelübden der Armut, der Ehelosigkeit und des Gehorsams verpflichten, ohne aber in einer klösterlichen Gemeinschaft zu leben. Maria Perpetua Radlmair gründete das Säkularinstitut Ancillae 1946 in der Diözese Augsburg. Als Leitbild für das Leben der Mitglieder bezeichnete sie die Gottesmutter Maria, die dem Heilsplan Gottes vorbehaltlos zur Verfügung stand und ihm und den Menschen diente. Aus ihrem Ja-Wort "Siehe ich bin die Magd des Herrn" wählte die Gemeinschaft ihren Namen (Ancilla ist das lateinische Wort für Magd).

Bereits 1957 weitete sich das Säkularinstitut in die damalige DDR hin aus. Heute leben die Ancillae der westdeutschen Region in den Diözesen Augsburg, München und Wien.

In der personell stärkeren ostdeutschen Region sind sie in allen ostdeutschen Diözesen vertreten. Die indischen Ancillae sind inzwischen in drei indischen Staaten präsent. Die 1995 neugewählte Generalleiterin Ingrid Rotter war zuvor Mitarbeiterin der Görlitzer Erwachsenenseelsorge. Seit ihrer Wahl hat die Generalleitung des Säkularinstitutes ihren Sitz in Cottbus.

Ancillae arbeiten in verschiedensten Berufen, insbesondere im sozialen und kirchlichen Bereich. Unter anderem helfen sie in verschiedenen Orten mit bei der neu entstehenden Hospizbewegung.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 39 des 46. Jahrgangs (im Jahr 1996).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 29.09.1996

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