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Bistum Dresden-Meißen

Auf diese Schule wird geguckt

Montessori-Schule in Leipzig-Grünau eingeweiht

Leipzig (mh) - Wenige Tage nach der Einweihung des Benno-Gymnasiums Dresden hat der Dresdner Bischof Joachim Reinelt eine zweite Schule eingeweiht: In Leipzig öffnete am vergangenen Wochenende die Bischöfliche Maria-Montessori-Schule offiziell ihre Türen. Es handelt sich dabei um eine zweizügige Grundschule, die den Beginn für ein Montessori-Schulzentrum darstellt. Eine Mittelschule soll folgen und ein berufliches Gymnasium ist geplant. Bischof Reinelt würdigte das Engagement Leipziger Eltern und Lehrer - vor allem des Montessori-Schulvereins: Es war ihre Initiative und ihr Elan -sonst wäre es nicht losgegangen." Die Leipziger Montessori-Schule ist die erste Grundschule in Trägerschaft der katholischen Kirche in den Bistümern Dresden-Meißen, Erfurt, Magdeburg und Görlitz.

Für den Vorsitzenden des Schulvereins, Peter Rieger, selbst ehemaliger Lehrer, war die Verbindung von Montessori-Pädagogik und christlicher Trägerschaft einer Schule immer ein Traum (siehe nebenstehender Kasten über die Montessori-Pädagogik). Die Vorgeschichte geht in die Nachwendezeit zurück, als Leipziger Eltern, Erzieher und Lehrer nach neuen pädagogischen Wegen und Reformen suchten. 1991 gab es den ersten Modellversuch in einer Kindergartengruppe. Das Sozialpädiatrische Zentrum Leipzig bot einen Montessori-Diplomkurs an. Unterstützung gab es auch durch das Bischöfliche Montessori-Schulzentrum Krefeld.

An diese Anfänge erinnerte Bürgermeister Wolfgang Tiefensee (SPD): Er freue sich, daß wir als Christen" den Scheinwerfer hierher gerichtet" haben. Leipzig-Grünau ist das größte Neubaugebiet der Stadt. Hier wird geguckt, was daraus wird." Daß diese Schule nach fast 60 Jahren die erste Schule in katholischer Trägerschaft in Leipzig ist, unterstrich Propst Günter Hanisch. Er betonte die Notwendigkeit von gegenseitiger Information, damit zwischen den Gemeinden der Stadt und der neuen Schule eine lebendige Verbindung ensteht.

Unterrichtet werden in diesem Jahr in der Montessori-Schule 28 Kinder, davon sechs Kinder, die mit einer Behinderung leben. Damit auch weiter von Grünau entfernte Kinder die Schule besuchen können, wurden Fahrgemeinschaften gebildet. Für Schulleiterin Maria kleine Hillmann war die Arbeit mit den Kindern die Entspannung" der letzten Tage im Gegensatz zu den vielen Vorbereitungen, die vor Eröffnung der Schule mit Unterstützung vieler Eltern noch geleistet werden mußten.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 37 des 46. Jahrgangs (im Jahr 1996).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 15.09.1996

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