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Bistum Erfurt

38 günstige Wohnungen mehr

Gemeinnütziges Siedlungswerk Frankfurt
errichtet Wohnungen in Erfurt

Erfurt (tdh) - Häuser- und Wohnungsbegehung im Erfurter Andreas-Viertel am vergangenen Donnerstag. Hier sind 38 Sozialwohnungen, ein Cafe sowie eine Tiefgarage mit 38 Stellplätzen entstanden. Bauherr ist das in Frankfurt (Main) ansässige kirchliche Gemeinnützige Siedlungswerk (GSW). Dessen Gesellschafter: neben den Diözesen Fulda, Limburg und Mainz und deren Caritasverbänden seit 1991 auch das Bistum Erfurt und sein Caritasverband. 9.8 Millionen Mark wurden in die Neubauten im Andreas-Viertel investiert.

In der vergangenen Woche kamen die Verantwortlichen des GSW zu ihrer Gesellschafterversammlung in Erfurt zusammen. Dabei wurde festgestellt, daß das Siedlungswerk mit den Neubauten im Andreas-Viertel einmal mehr seinem Anspruch gerecht geworden sei, Wohnraum für breite Schichten der Bevölkerung zu schaffen. Thüringens Ministerpräsident Bernhard Vogel (CDU) forderte dabei zu "mehr Verantwortung für das Gemeingut Sozialwohnung" auf. Die praktizierte Fehlbelegungsabgabe genüge nicht, um Abhilfe bei der Fehlbelegung von Sozialwohnungen zu schaffen, so Vogel. Vogel forderte "kürzere Belegungsbindungen", den "Erwerb von Belegungsrechten" und "eine einkommensorientierte Förderung im sozialen Wohnungsbestand".

Durch das GSW wurden bisher in Thüringen einschließlich der im Andreas-Viertel jetzt fertiggestellten Häuser insgesamt acht Bauten mit 72 Wohnungen errichtet, davon sieben Häuser im Erfurter Innenstadtbereich. Weitere sechs Häuser mit 105 Wohneinheiten sind im Bau. So zum Beispiel ein Haus mit 19 Sozialwohnungen in Bad Langensalza. Darüber hinaus ist das GSW auch im Bau von Kaufeigenheimen engagiert. So entstehen derzeit beispielsweise in der Bergener Straße in Erfurt-Marbach 29 Reiheneigenheime. Für das Vorhaben wurden dem GSW Grundstücke der Erfurter Katholischen St.-Wigbert-Gemeinde und der Evangelischen Reglergemeinde im Erbbaurecht zur Verfügung gestellt. In Thüringen wurden bisher acht Kaufeigenheime in Heiligenstadt, neun in Erfurt und zwei in Lenterode kostengünstig fertiggestellt.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 36 des 46. Jahrgangs (im Jahr 1996).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 08.09.1996

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