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Bistum Magdeburg

Brücken zur Arbeit

Herbstvollversammlung des Katholikenrates: Projekt soll Arbeitssuchenden Chancen eröffnen

Magdeburg (ep). Der Katholikenrat hat bei seiner Herbst-Vollversammlung am 27. Oktober in Magdeburg Aktivitäten zur Gründung eines Bündnisses "Brücken zur Arbeit" beschlossen. Ein entsprechendes Projekt hat die Kommission Arbeit und Soziales des höchsten Laiengremiums des Bistums entwickelt.

Über das Bündnis "Brücken zur Arbeit" von Arbeitgebern, Berufsgenossenschaften, dem Integrationsamt, der Agentur für Arbeit und anderen sollen Personen mit Schwierigkeiten bei der Arbeitsplatzsuche die Chance bekommen, eine berufliche Perspektive zu finden. Hintergrund sind Erfahrungen bei der Caritas-Trägergesellschaft St. Mauritius gGmbH (ctm). Immer wieder wenden sich Personen mit Handicaps wie Schwerbehinderung, fortgeschrittenem Alter, langer Kinderpause an das Unternehmen, weil sie hoffen, bei einem Arbeitgeber mit christlicher Orientierung eher einen Arbeitsplatz zu finden. Bei der Vorstellung des Projekts "Brücken zur Arbeit" vor dem Katholikenrat sagte der ctm-Abteilungsleiter für Personal und Recht, Christoph Rink, in seinem Haus sei es "betriebliche Übung", entsprechenden Personen nach einem Vorgespräch ein gestuftes Angebot zu unterbreiten. Dieses beginne bei einem sechswöchigen Praktikum und reiche bis zur unbefristeten Beschäftigung mit mehr als 20 Wochenstunden. Vorteil des gestuften Angebotes sei, "dass zu Beginn beiderseits die Möglichkeit besteht, bei Nichtgefallen oder beruflicher Überforderung ohne weitere Nachteile auszusteigen". Im Rahmen des Projekts "Brücken zur Arbeit", das im Frühjahr 2008 gegründet werden soll, soll Arbeitssuchenden in vergleichbarer Weise Chancen eröffnet werden.

Bischof Gerhard Feige berichtete auf der Vollversammlung des Katholikenrats von der Dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung (EÖV 3) im rumänischen Sibiu im September. Feige hatte die deutsche katholische Delegation geleitet (Tag des Herrn Nummer 37, Seite 9). Im anschließenden Gespräch beklagten Mitglieder des Katholikenrates, die Anliegen der EÖV 3 seien im Vorfeld in den Gemeinden nicht aufgegriffen worden. Zudem seien in regionalen Gremien erarbeitete Stellungnahmen in Sibiu offenbar nicht berücksichtigt worden.

Thema war auch die Entscheidung des Bischofs hinsichtlich der Wahl der Pfarrgemeinde-/Gemeindeverbundsräte 2008 und die sich daraus ergebende Notwendigkeit erneuter Dekanatsratswahlen. Dabei kam auch die Dringlichkeit, ein Statut für Gemeindeverbundsräte zu erarbeiten, zur Sprache. Weiteres Thema war der Katholikentag 2008 in Osnabrück.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 45 des 57. Jahrgangs (im Jahr 2007).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Mittwoch, 07.11.2007

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