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Aus der Region

Fortschritte und Spannungen

Bischof Feige zum katholisch-orthodoxen Dialog

Ravenna (pbm). "Erfreuliche Fortschritte" aber auch "bedauerliche Spannungen" hat nach Ansicht von Bischof Gerhard Feige (Magdeburg) die zehnte Vollversammlung der Gemeinsamen Internationalen Kommission für den Theologischen Dialog zwischen der Orthodoxen Kirche und der Katholischen Kirche zutage treten lassen. Feige hatte an der Tagung in Ravenna in Italien als eines der 27 anwesenden katholischen Kommissionsmitglieder teilgenommen.

Wie der Bischof berichtet, konnte einerseits ein wichtiges Dokument über Konziliarität und Autorität in der Kirche -von der lokalen bis zur universalen Ebene -verabschiedet werden. Dieses hatte als Entwurf schon beim Treffen der neu zusammengesetzten Kommission im letzten Jahr in Belgrad vorgelegen. Andererseits waren die Vertreter der russischen orthodoxen Kirche diesmal nicht mehr am Diskussionsprozess beteiligt. Wegen innerorthodoxer Probleme hatten sie den Tagungsort bereits am Beginn der Sitzungen verlassen. Auslöser war die Anwesenheit der Vertreter der orthodoxen Kirche von Estland, die seit 1996 unter der Jurisdiktion des Ökumenischen Patriarchats steht und vom Moskauer Patriarchat nicht anerkannt wird. Dennoch, so Feige, wurde von russischer Seite betont, dass man die Entwicklung der Beziehungen zwischen Rom und Moskau als recht positiv betrachte.

Insgesamt verlief das Treffen nach Einschätzung des Bischofs in einer "freundschaftlichen und konstruktiven Atmosphäre". Und in der nächsten Phase des Dialogs werde es um "Die Rolle des Bischofs von Rom in der Communio der Kirche des ersten Jahrtausends" gehen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 44 des 57. Jahrgangs (im Jahr 2007).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Freitag, 02.11.2007

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