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Bistum Dresden-Meißen

Dieser Einsatz hat sich gelohnt

Ökumenisches Kirchenprojekt auf der Buga in Gera beendet

Abschlussgottesdienst am Kirchenzelt auf der Bundesgartenschau in Gera

Gera (mh). Mit einem ökumenischen Gottesdienst ist das Kirchenprojekt auf der Bundesgartenschau in Gera und Ronneburg zu Ende gegangen. Die Bilanz ist durchweg positiv.

Allein die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Von den rund 1,5 Millionen Besuchern der Bundesgartenschau in Gera und Ronneburg waren 40 Prozent am Kirchenzelt, das die katholischen, evangelischen und freikirchlichen Gemeinden der Region für 171 Tage auf dem Gelände aufgeschlagen hatten. Mit diesen 600 000 Gästen kann sich das Kirchenzelt in der offiziellen Buga-Statistik durchaus sehen lassen: "Wir befinden uns im guten Mittelfeld", freut sich der katholische Dekan Klaus Schreiter.

Er hat zusammen mit dem evangelischen Oberpfarrer i.R. Roland Geipel die Hauptverantwortung für das Projekt getragen -und das schon viele Monate vor Eröffnung der Buga. Ein Einsatz, der sich auf alle Fälle gelohnt hat, ist Dekan Schreiter überzeugt. Die Entscheidung, mit einem Zelt sozusagen als Kirche unterwegs präsent zu sein, war richtig. "Wie oft müssen wir uns bemühen, die Menschen mit unseren kirchlichen Angeboten zu erreichen. Hier war immer Publikum da." Dekan Schreiter kann deshalb Christen und Gemeinden in Orten, wo ähnliche Veranstaltungen stattfinden, nur zu solchem Engagement raten.

Besonderen Wert haben die Verantwortlichen darauf gelegt, dass möglichst viele Gemeinden und christliche Einrichtungen der Region -am Ende waren es etwa 250 -das Kirchenprogramm mitgestalten: Es gab nicht nur Gottesdienste und Gebetszeiten, sondern auch Vorträge, Info-Veranstaltungen, Ausstellungen und immer wieder viel Musik. Diese Veranstaltungen haben 150 000 Besucher angelockt. Aber auch für alle anderen, die sonst am Kir-chenzelt vorbeikamen, gab es immer einen Gesprächpartner. 200 ehrenamtliche Kirchenzelt-Betreuer haben sich hier engagiert.

Die Ressonanz, die Dekan Schreiter und seine Mitstreiter erfahren haben, war fast durchweg positiv: "Viele Menschen aus der Region, die in der Regel keine Christen waren, haben gestaunt, was die Kirche so macht. Und die meist christlichen Besucher aus dem westlichen Teil Deutschlands haben die Gelegenheit genutzt, um sich über das Leben und die Geschichte der Christen in Ostdeutschland zu informieren."

Was nun aus dem Kirchenzelt wird, ist noch nicht entschieden. Es gibt Ideen, sagt Dekan Schreiter. Eine davon ist, das Zelt für Veranstaltungen stehen zu lassen. "Wenn das gewünscht und gebraucht wird, kann es auch bleiben."

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 42 des 57. Jahrgangs (im Jahr 2007).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Donnerstag, 18.10.2007

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