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Aus der Region

Zum Cursillo eingeladen

Wochenende für die Diözesen Berlin, Dresden-Meißen, Erfurt und Magdeburg

Leuna (tdh). Vom 11. bis 14. Oktober fi ndet in Heiligenstadt ein Glaubenskurs statt. Harald Wiese aus Leuna, selbst ehrenamtlicher Cursillo-Begleiter solcher "kleinen Kurse", wie das Wort Cursillo übersetzt heißt, lädt dazu alle ein, die neu "Geschmack am Leben und Glauben" fi nden wollen.

1995 lag Harald Wiese (heute 70) im Krankenhaus. Ein Zimmerkollege in der Klinik machte den langjährigen Diplom-Ingenieur und Bürgermeister der Nachwende- Zeit in Leuna mit Cursillo bekannt und lud ihn ein, einen solchen Kurs zu besuchen. "1996 habe ich dann das erste Mal an einem Cursillo teilgenommen", erinnert sich Wiese. Und ich kam mit Pfarrer Josef Hochenauer aus Durach in Kontakt, der sich für die Wiederbelebung von Kloster Helfta engagierte und auch den Cursillo nach Helfta brachte."

Cursillo, das ist "ein Zwischending zwischen Einkehrtag und Exerzitien", erklärt Harald Wiese, der seit 1997 Cursillo-Kursleiter ist. "Auch der, der Probleme mit dem geistlichen oder kirchlichen Leben hat, sollte einen Cursillo besuchen. Er bietet Gelegenheit, über alles zu sprechen. Der Cursillo will die Liebe Gottes, die uns in Jesus Christus begegnet ist, durchsetzen helfen und zur Freundschaft untereinander führen."

Das Wort Cursillo bedeutet "kleiner Kurs". Diese sehr intensive Form, sich um den Glauben zu mühen, ist in Ende der 1940er Jahre in Spanien entstanden. Ein Cursillo dauert drei Tage. Er wird von einem ehrenamtlichen Mitarbeiterteam von Laien und einem Priester geleitet.

Verschiedene Themen wie Gott als barmherziger Vater, "Was ist mein Ideal?" und "Wie kann mein Glaube fruchtbar werden?" kommen zur Sprache. "Die Teammitglieder führen in allgemeinverständlichen Impulsreferaten, nicht zuletzt durch Lebens- und Glaubenszeugnisse, in das jeweilige Thema ein", so Wiese. "In kleinen Tischrunden wird danach darüber gesprochen. Jeder kann sagen, was er denkt und fühlt. Es wird ernsthaft diskutiert. Dabei geht man den wirklichen Glaubens- und Lebensfragen auf den Grund. Aber auch Humor und viel Gesang fi nden ihren Platz." Es gibt Zeiten der Stille, des Gebetes und zur Feier der Eucharistie. "Es geht vor allem um Glaubenserfahrung", so Wiese. "Im Cursillo rutscht der Glaube vom Kopf ins Herz."

Die Cursillos bauen nicht aufeinander auf, so Wiese. Oft treffen sich Cursillo-Teilnehmer später regelmäßig etwa zur Schriftlesung. Im Bistum Magdeburg gibt es in Halle monatliche Treffen.

Vom 11. bis 14. Oktober nun wird ein Cursillo für Teilnehmer aus den Diözesen Berlin, Dresden- Meißen, Erfurt und Magdeburg in Heiligenstadt angeboten. Infos / Anmeldung: Cursillo-Sekretariat: Doris Günther, Wipperstraße 12, 06333 Hettstedt, Tel. 0 34 76 / 81 05 93; Internet: www.cursillo.de

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 0 des 57. Jahrgangs (im Jahr 2007).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Donnerstag, 06.09.2007

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