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Bistum Magdeburg

An aktueller Situation orientieren

Magdeburger Diözesan-Caritas überprüft ihre Arbeit

Bischof Gerhard Feige und der Vorsitzende des Diözesan-Caritasverbandes, Bernhard Scholz unterzeichnen die Vereinbarung über die Durchführung eines Organisationsentwicklungsprozesses. Foto: Dorothee Bodewein Magdeburg (cpi/db) - In der Durchführung der Beschlüsse des Pastoralen Zukunftsgesprächs hat der Caritasverband des Bistums einen Organisationsentwicklungsprozess eingeleitet. Ziel ist die inhaltliche und organisatiorische Ausrichtung der Caritas-Arbeit an den aktuellen Bedingungen.

Die Umsetzung der Beschlüsse des Pastoralen Zukunftsgespräches im Bistum Magdeburg stellt auch die verbandliche Caritas vor die Herausforderung, missionarische Kirche mitzugestalten und damit das eigene kirchliche Profil zu schärfen. Gleichzeitig haben sich die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verändert. Dies macht nach den Worten von Bischof Gerhard Feige eine inhaltliche und organisatorische Neuausrichtung der sozialen Arbeit der Caritas erforderlich.

Aus diesem Grund haben sich Bistum und die verbandliche Caritas auf die Durchführung eines Organisationsentwicklungsprozesses verständigt, teilt der Diözesan- Caritasverband mit. Dieser Prozess soll die karitative Tätigkeit der Kirche im Bistum auf allen Ebenen in den Blick nehmen. Ziel sei es, neue Ansätze und Strukturen für die Zukunft der verbandlichen Caritas zu finden, um den diakonischen Auftragder Kirche unter den sich verändernden Rahmenbedingungen zukunftsfähig zu erfüllen.

Auch caritaseigene Gesellschaften einbezogen

Neben dem Diözesan-Caritasverband sind auch dessen Gesellschaften, die Caritas-Trägergesellschaft St. Mauritius und das Caritas-Behindertenwerk Burgenlandkreis sowie die beiden rechtlich selbstständigen Dekanatscaritasverbände in Magdeburg und Halle in den Prozess eingebunden. Bis Ende 2008 sollen die ersten Ergebnisse zur Umsetzung vorliegen.

Anlässlich der Unterzeichnung der gemeinsamen Vereinbarung über die Durchführung eines Organisationsentwicklungsprozesses am 10. Juli in Magdeburg betonte Bischof Feige unter Berufung auf die Enzyklika "Deus caritas est" von Papst Benedikt XVI.: "Caritas ist unverzichtbar. Sie ist kein Anhängsel, sondern Ausdrucksform kirchlichen Handelns. Unter den sich verändernden Rahmenbedingungen muss das Thema neu und gezielt angegangen werden." Gleichzeitig rief der Bischof die Beteiligten zu Mut, Entschlossenheit und Einigkeit im Handeln auf.

Zur Begleitung des Prozesses hat Bischof Feige eine Arbeitsgruppe unter Leitung des Vorsitzenden des Diözesan-Caritasverbandes Bernhard Scholz berufen. Diese setzt sich aus Vertretern des Diözesan-Caritasverbandes, der Caritas-Trägergesellschaft St. Mauritius, dem Caritas-Behindertenwerk Burgenlandkreis, den Dekanats-Caritasverbänden Halle und Magdeburg sowie Mitarbeitervertretern zusammen. Unter Einbeziehung eines externen Beratungsunternehmens soll die allgemeine Akzeptanz einer umfassenden Verbandsanalyse und aussagefähige Organisationsdiagnose sowie daraus resultierender verbandsstrategischer Empfehlungen sichergestellt werden.

Externe Beratung soll Akzeptanz sichern

Dem nun beschlossenen Organisationsentwicklungsprozess war bereits ein so genannter Kriterienprozess innerhalb des Diözesan- Caritasverbandes und der Dekanats-Caritasverbände jedoch ohne die Caritas-Gesellschaften vorausgegangen, dessen Ergebnisse die Grundlage für zukunftsweisende und -sichernde Entscheidungen für die Verbandsgremien und -leitung bilden sollte.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 30 des 57. Jahrgangs (im Jahr 2007).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Donnerstag, 26.07.2007

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