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Motivationsschub für Gemeinde erwünscht

Pfarrgemeinde St. Johannes der Täufer in Freiberg weihte neues Pfarrzentrum ein

Letzte Handgriffe vor dem Fest Freiberg (tdh/kpi/hir) - Die katholische Pfarrei St. Johannes der Täufer in Freiberg, die früher in der Kreuzgasse einen ehemaligen Fabrikraum als Kirche genutzt hatte, verfügt mit der Fertigstellung des neuen Gemeindezentrums - dass am Sonntag durch Bischof Joachim Reinelt eingeweiht wird - über alles was eine Gemeinde braucht: Eine sanierte Kirche, ein Gemeindezentrum und einen neu gebauten Kindergarten. Alle Einrichtungen befinden sich in räumlicher Nähe zueinander: Gerade zog eine Gruppe mit Schrubbern und Eimern bewaffnet ins fast fertige neue Pfarrgemeindezentrum, um die Spuren der Bauarbeiter unsichtbar zu machen. Zum großen Gemeindefest am 25. und 26. August soll auf der Nochbaustelle alles wenigsten halbwegs sauber sein. Eine von den freiwilligen Helfern ist Kretzentia Reinelt. Sie freut sich ganz besonders über das neue Haus. Kretzentia Reinelt gehört seit 1946 zur Freiberger Gemeinde. Sie sagt: "Ich kenne die alten Räumlichkeiten in der Kreuzgasse, die fast aus allen Nähten platzten. Und so hell und freundlich waren sie nicht ... Keine Frage, hier kann man sich wohlfühlen und das werden wir auch."
Auch Pfarrer Matthias Kocner und Kaplan André Lommatzsch, die schon ihre Wohnungen bezogen haben , freuen sich , dass das Haus bald ganz mit Leben erfüllt wird. So stehen der Gemeinde unterschiedlichste Räumlichkeiten zur Verfügung. Das Pfarrbüro ist schon in Betrieb. "Es ist seit 1830 das erste Mal, dass die Christen unserer Gemeinde einen modernen Saal haben, der ausreicht. Etwa 175 Quadratmeter ist er groß und kann durch Schiebetüren in mehrere kleine Räume unterteilt werden", berichtet Pfarrer Matthias Kocner. Nutzer weiterer Räume sind beispielsweise die katholische Studentengemeinde, die Caritas und die Pfarrjugend. Außerdem steht ein Tischtennisraum zur Verfügung, worin die Jugendband zugleich einen Raum für ihre Proben hat. Pfarrer Kocner und Kaplan Lommatzsch erhoffen sich vom neuen Zentrum einen Motivationsschub und eine bessere Bündelung des gesamten Gemeindelebens. Und durch die zentrale Lage sei auch eine stärkere Ausstrahlung nach außen zu erwarten.

Baubeginn war im April 2000, nachdem zuvor der Abbruch der ursprünglich auf dem Grundstück stehenden Ruine genehmigt und erfolgt war. Die am Bau beteiligten Firmen stammen vorwiegend aus Sachsen. Bauherr war die Pfarrei, die einen Eigenanteil von 300 000 Mark zu den geplanten Baukosten von drei Millionen aufbrachte. Das Bistum Dresden-Meißen gewährte einen Zuschuss von zirka 1,8 Millionen Mark und das Bonifatiuswerk, das Hilfswerk der deutschen Katholiken für Regionen mit wenigen katholischen Christen, steuerte 800 000 Mark bei. Pfarrer Kocner verweist an dieser Stelle auf die Spendenfreudigkeit der Freiberger Katholiken, allein in vergangenen Jahr brachte die Gemeinde etwa 42 000 Mark an Spenden auf.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 34 des 51. Jahrgangs (im Jahr 2001).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Freitag, 31.08.2001

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