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Bistum Magdeburg

Gott ein Gesicht geben

Zur diesjährigen Frauenwallfahrt kamen 600 Frauen aus allen Regionen des Bistums

600 Frauen waren in diesem Jahr zu ihrer nun schon traditionellen Wallfahrt ins Kloster Helfta gekommen. G emeinsam mit Bischof Gerhard Feige feierten sie zu Beginn des Tages Eucharistie. Foto: Eckhard Pohl Helfta (ep) - "Gott einen Ort sichern." Unter dieses Wort der französischen Mystikerin und Sozialarbeiterin Madeleine Delbrêl (1904 -1964) war die Wallfahrt der Frauen am 16. Juni nach Helfta gestellt.

"Gott einen Ort sichern." Das Thema der Frauenwallfahrt war zusammen mit einem großen Bild des Lebendigen Labyrinths von Helfta für alle Frauen erkennbar hinter dem Altar aufgehängt. Bischof Gerhard Feige griff es in seiner Predigt im gut gefüllten Mechthild-Saal von Helfta umgehend auf: "Gott einen Ort zu sichern, das bedeutet, als die- oder derjenige zu leben, als die oder den mich Gott geschaffen hat. Als Original also, nicht als Kopie."

Allerdings sei dies leichter gesagt als getan, räumte der Bischof vor den rund 600 Wallfahrerinnen ein. "Denn wo können denn Charismen wirklich entfaltet werden, auch die spezifischen von Ihnen als Frauen?" Seit dem Zweiten Vatikanum sei im Bewusstsein, dass alle Getauften von Gott Berufene sind. "Unsere lebenslange Aufgabe ist es deshalb, Gott in der Welt unser Gesicht zu geben", so der Bischof.

Zur Gabenbereitung berichteten fünf Frauen, worin sie ihre besondere Berufung sehen: im Dienst für die Armen in der Einen Welt, als spastisch gelähmte Seniorin, als Ehrenamtliche in der Frauenarbeit, als Gemeindereferentin, als Ordensfrau. Musikalisch wurde der Tag von Astrid Herrmann und drei Musikerinnen aus Dresden gestaltet.

Nach gemeinsamer Mahlzeit und verschiedenen Zwischenveranstaltungen waren die Frauen am Ende des Tages zur Einweihung des Lebendigen Labyrinths im Klostergarten eingeladen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 25 des 57. Jahrgangs (im Jahr 2007).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Donnerstag, 21.06.2007

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