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Usbeken wollen den Papst sehen

Hilfsaktion von Pfarrer Schreiter aus Gera

Gera (tdh) - Der bevorstehende Papstbesuch Ende September ist nicht nur für Kasachstan ein wichtiges Ereignis: Auch die katholischen Christen im Nachbarland Usbekistan fiebern dem Besuch entgegen. Doch gibt es ein Problem: Die Reise wird für viele nicht bezahlbar sein.

Der Geraer Pfarrer Klaus Schreiter, der kürzlich Gemeinden in der Region besuchte, berichtet: "Der Administrator von Usbekistan, Franziskanerpater Christoph Kukulka, bat um Hilfe. Ich möchte seine Bitte weitergeben, auch an die Leser der Kirchenzeitung." Seit Monaten sparen Menschen in Usbekistan für eine Reise zum Papst. Etwa 2000 Kilometer müssen sie dafür zurücklegen. Mit dem Bus ist das kaum machbar. Aber die Fluggesellschaft "Usbekistan Airlines" bietet in einem Sonderangebot Flugtickets für 250 Mark an. Pfarrer Schreiter: "Der Preis ist für die meisten Menschen nicht zu bezahlen. Der monatliche Durchschnittslohn in Usbekistan beträgt 50 Mark." Um möglichst vielen, besonders den Ärmeren eine Begegnung mit dem Papst zu ermöglichen, hat der Geraer Geistliche eine Idee: Er ist bereit, Spenden über sein Konto nach Usbekistan weiterzuleiten.

Eine Begegnung mit dem Papst, davon ist Pfarrer Schreiter überzeugt, kann für die katholischen Christen in Usbekistan eine große Hilfe sein. "Nach 70 Jahren Sowjetunion beginnt allmählich eine neue Zeit - auch für die Kirche." Obwohl Usbekistan als islamisch gilt, gehören die meisten Menschen zu keiner Religion. Vier katholische Gemeinden mit etwa 1200 Mitgliedern gibt es im Land. Bei seinem Besuch begeisterte Pfarrer Schreiter vor allem der Geist in den Gemeinden: "Das scheint wie in der Urkirche zu sein." Immer wieder kämen dadurch auch junge Leute, die sich für die Kirche interessieren. Sie informieren sich in Gesprächen und Glaubenskursen. "Und jedes Jahr lassen sich einige taufen." Zwei Gemeinden haben inzwischen ihre 1907 erbauten Kirchen zurückerhalten. In den beiden anderen Gemeinden hoffen die Seelsorger, polnische Franziskanerpatres, bald neue Kirchen bauen zu können.

"Eine Begegnung mit dem Papst wird den Christen in Usbekistan neuen Mut und neue Kraft geben", ist Pfarrer Schreiter überzeugt. "Helfen Sie mit, dass viele die Möglichkeit nutzen können. Die Menschen werden es Ihnen danken. Und: Sie haben jetzt schon Freunde in Usbekistan, wenn Sie dieses Land einmal bereisen wollen."

Kontaktadresse: Pfarrer Klaus Schreiter
Kleitstr.7,
07546 Gera;
Tel.: (0365) 26461
e-mail: info@kath-kirche-gera.de

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 33 des 51. Jahrgangs (im Jahr 2001).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Freitag, 31.08.2001

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