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Bistum Magdeburg

Gott klingelt in der Fastenzeit:

SMS-Aktion im Bistum Magdeburg

Roland Wetzel und Alisa Wille aus Burg lasen sich in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal täglich die SMS in der Fastenzeit schicken.

Burg / Magdeburg - Die Jugendsowie die Kinderseelsorge des Bistums bieten in der Fastenzeit jeweils eine SMS-Aktion an: Jeden Morgen erscheint eine neue Kurzmitteilung auf dem Handy, die ein Impuls für den Tag sein soll.

"Anstoß: Mein Leben gleicht dem eines Artisten. Ich muss loslassen. Das letzte Ziel, Gott, erreiche ich nur, wenn ich alles vertrauend ...loslasse." Mit dieser Kurzmitteilung (SMS), einem Zitat von Irmgard Mauch, startete die jugendliche SMS-Aktion in der Fastenzeit am Aschermittwoch. Sie hat in diesem Jahr Persönlichkeiten zum Thema, die ihr Leben an Jesus Christus und seiner Botschaft ausgerichtet haben, wie Mechthild von Magdeburg und Elisabeth von Thüringen. Parallel dazu läuft die SMS-Aktion für Kinder, die in der diesjährigen Fastenzeit unter dem Motto "Entdecke, was dich kleidet" steht.

"Wir wollen damit Impulse geben, die zum Nachdenken anregen", sagt Doreen Richter von der Jugendseelsorge des Bistums über das Ziel dieser Aktion. "Die jungen Menschen sollen damit ein paar Minuten zur Ruhe kommen, sich auf den Text besinnen und mit diesen Gedanken in den Tag starten."

Genau so passiert es bei Roland Wetzel aus Burg: "Die SMS sind jedes Mal der Beginn meines Tages, denn sie kommen immer gegen 7.30 Uhr, sodass ich sie noch vor der Schule lesen kann", erzählt der 18-Jährige. Anhand der Kurzmitteilung denke er dann weniger über die Welt im Großen als vielmehr über die Dinge im Kleinen nach. Auch Alisa Wille, die durch einen Aushang in ihrer Kirchgemeinde in Burg auf diese SMSAktion neugierig geworden war, hilft es, die Fastenzeit bewusster zu erleben.

    SMS-Aktion im Bistum seit dem Jahr 2001

Beide Jugendliche haben sich schon zum zweiten Mal für die täglichen "Anstöße" angemeldet. Die SMS-Aktionen für Kinder und Jugendliche in der Fastenzeit gibt es schon seit 2001. Zwar müssen sich die SMS-Abonnenten jedes Jahr neu anmelden, aber abgesehen von der dafür notwendigen SMS kostet die Teilnehmer der tägliche "Anstoß" nichts. "Diese Aktion bezahlt das Jugendamt", so Matthias Slowik von der Kinderseelsorge, der für seine Aktion jährlich etwa 60 Interessierte zählt. "Bei uns melden sich auch Eltern an und lesen die SMS gemeinsam mit ihren Kindern, die meist noch kein eigenes Handy haben, und sprechen dann darüber", erzählt Slowik über das Prinzip, wie die Jüngeren erreicht werden können.

Auch bei den älteren Jugendlichen und jungen Erwachsenen sei die SMS-Aktion in der Fastenzeit gut angekommen, sagt Doreen Richter. Per E-Mail habe sie sehr positive Rückmeldungen bekommen. Über 100 jugendliche Teilnehmer seien dabei, wie zum Beispiel Markus Stitz: "Ich freue mich jeden morgen auf die SMS. Ich halte dann bewusst inne, lese sie und komme ins Nachdenken", sagt der junge Mann aus Hagen in Westfalen.

    Teilnehmer auch über das Bistum hinaus

Über seine Verwandten in Magdeburg hatte er von der Aktion erfahren und nimmt nun schon zum dritten Mal daran teil. "Mir ist es wichtig, die Fastenzeit anders zu leben, als die übrige Zeit im Jahr. Dazu ist es hilfreich, wenn ich Impulse, Gedanken und Bibelworte habe, über die ich nachdenken kann. Das Mobiltelefon bietet eine genial flexible Möglichkeit, diese täglichen Impulse zu bekommen, denn ich habe es sowieso täglich dabei und kann die Gedanken überall empfangen."

Genau das will Seelsorger Matthias Slowik erreichen: "Wir wollen die Medien religiös durchdringen, denn es gibt keine gottfreie Zone." Und so könnte sich Slowik diese Aktion auch über E-Mails vorstellen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 0 des 57. Jahrgangs (im Jahr 2007).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 01.04.2007

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