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1989: "Straße der Besten" auf katholisch

Damals... (20)

Die Wende brachte es mit sich, dass auch der Tag des Herrn mit manchen "Heiligtümern des real existierenden Sozialismus" etwas lockerer umgehen konnte. Ein Beispiel sind die Gedanken zum Fest Allerheiligen 1989 von Gottfried Swoboda: ... da gibt es Helden unter den Feuerwehrleuten und Rettungsdiensten, die für andere ihr Leben wagen. Da gibt es die mutigen Bergsteiger, ... da sind Helden unter den Widerstandskämpfern gegen Diktaturen, die sich mutig gegen Unrecht und Unterdrückung wenden. Andere werden "Helden der Arbeit" genannt. Sie tragen auch den Namen "Aktivist" und werden mit ihrem Eifer und ihrem Fleiß anderen zur Nachahmung vor Augen gestellt. Vor manchen Betrieben stehen deshalb Ehrentafeln, befindet sich eine sogenannte Straße der Besten ... An den Altären in unseren Kirchen befinden sich die Figuren von Heiligen, auch eine "Straße der Besten". Vom Dach der berühmten Kathedrale in Dresden schauen seit mehr als 200 Jahren über 70 Heilige auf Stadt und Land. Es sind die Helden der Kirche, die ebenfalls Großes vollbracht haben ... Wenn die Kirche Allerheiligen feiert, dann rühmt sie sich nicht ihrer Helden. Gott hat uns die Heiligen zum Geschenk gemacht und befähigt auch in unserer Zeit Frauen und Männer zur Nachahmung.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 35 des 51. Jahrgangs (im Jahr 2001).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Freitag, 31.08.2001

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