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Bistum Magdeburg

Viel für die Menschen erreicht

Bischof Feige würdigt Arbeit des scheidenden Caritas-Vorsitzenden Günther Brozek

Bischof Gerhard Feige überreicht dem scheidenden Caritas-Vorsitzenden Günther Brozek die Ernennung zum Ehrenvorsitzenden. Foto: D.Bodewein Magdeburg (cpi/db) - Anlässlich seines 65. Geburtstages am 20. November ist Domkapitular Günther Brozek als Vorsitzendes Caritasverbandes verabschiedet worden. Zugleich ernannte ihn Bischof Gerhard Feige zum Ehrenvorsitzenden. Neuer Vorsitzender wird Ordinariatsrat Bernhard Scholz.

Bei einem Empfang in Magdeburg hat Bischof Gerhard Feige die Verdienste des scheidenden Vorsitzenden der Diözesan-Caritas, Domkapitular Günther Brozek, gewürdigt. Über 40 Jahre hinweg habe Brozek seit seiner Zeit als junger Priester der Caritas "ein Gesicht gegeben". Stets habe er darauf hingewiesen, dass die Diakonie neben der Verkündigung und Liturgie unverzichtbares Element kirchlichen Lebens ist. Ganz besondere Verdienste habe sich Brozek "bei der schwierigen und erfolgreichen Aufbauarbeit" nach 1989 erworben, so der Bischof.

Durch das Pastorale Zukunftsgespräch seien nun Schwerpunkte gesetzt worden. Heute stünden "wirtschaftliche Konsolidierung und kirchliche Profilierung" an, erste Schritte dahin seien klar.

Es brauche auch nicht verschwiegen werden, so der Bischof weiter, dass er und der scheidende Caritas- Vorsitzende in manchen Fragen unterschiedlicher Auffassung waren. Denn solche Unterschiede seien Indiz eines "vertrauensvollen Umgangs miteinander". Um die Verdienste von Brozek öffentlich zu würdigen, ernannte ihn der Bischof zum Ehrenvorsitzenden des Diözesan-Caritasverbandes. Zum Nachfolger als Vorsitzenden hat Feige Ordinariatsrat Bernhard Scholz berufen. Dieser wird das Amt am 1. März 2007 antreten. In der Zwischenzeit nimmt Generalvikar Raimund Sternal kommissarisch die Geschäfte wahr.

Brozek selbst bezeichnete die Jahre nach 1990 als "Traumzeit". "Wir hatten die Chance, so manches völlig neu aufzubauen und mit unserer Arbeit in die Öffentlichkeit zu gehen", sagte der Domkapitular gegenüber dem Tag des Herrn. In den zurückliegenden Jahren sei es zum Wohl der Menschen in Not auch darum gegangen, als Caritas möglichst in jedem Dekanat präsent zu sein. "Denn wenn man in den zuständigen Gremien mitreden will, muss man auch vor Ort sein", so der Caritas- Mann. Bei all dem aber habe man "Augenmaß bewahrt".

In den übernommenen Pflegeund Behinderteneinrichtungen sei es gelungen, "ein Klima zu entwickeln, in dem sich Bewohner und Mitarbeiter wohlfühlen". Dass in diesen Häusern auch viele Nichtchristen tätig seien, spiegele die gesellschaftliche Situation. Dennoch seien gerade auch diese Institutionen christliches Zeugnis in die nichtchristliche Gesellschaft hinein. Das Bistum könne stolz auf die soliden Einrichtungen und deren Mitarbeiter sein.

Künftig sei es notwendig, wieder die Verbindung zwischen Gemeinde- und verbandlicher Caritas zu stärken, aber etwa auch die ambulante Hospizarbeit auszubauen. Er selbst, so Brozek, wolle sich nun besonders seiner Magdeburger Pfarrgemeinde und deren Kindertagesstätte widmen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 47 des 56. Jahrgangs (im Jahr 2006).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Montag, 27.11.2006

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