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Bistum Erfurt

Es geht los

Das Elisabeth-Jahr 2007

Die heilige Elisabeth ist im Bistum Erfurt unterwegs: Bischof Joachim Wanke übergab eine Figur der Bistumspatronin an Helga Cordier (Mitte) und Notburga Hülfenshaus aus Heiligenstadt. Fotos: Holger Jakobi Erfurt - Mit einem feierlichen Gottesdienst und einer Festveranstaltung begann im Bistum Erfurt das Elisabeth-Jahr 2007. Im Mittelpunkt stehen sieben Werke der Barmherzigkeit für Thüringen.

Die heilige Elisabeth, so hob Bischof Joachim Wanke in seiner Predigt zur Eröffnung des Elisabethjahres im Erfurter Mariendom hervor, habe das gleiche Evangelium gehört wie die Menschen von heute. Wanke sagte: "Wer den Kleinen und Geringen dient, der dient Christus. Das hat Elisabeth bewegt."

Dass diese Botschaft auch heute noch aktuell ist, zeigte sich am Nachmittag im Kongresszentrum der Erfurter Messe. Bischof Joachim Wanke, das Seelsorgeamt und der Caritasverband für das Bistum Erfurt hatten engagierte Gemeindemitglieder und Ehrenamtliche der Caritas zu einer Feierstunde eingeladen, in der die sieben Werke der Barmherzigkeit für Thürungen das Thema waren. Diese Werke sind im Vorfeld des Elisabeth- Jahres nach einer Befragung an der Basis auf der Grundlage der traditionellen Werke der Barmherzigkeit erarbeitet worden.

Zum Auftakt der Festveranstaltung thematisierten Jugendliche der Erfurter Brücke, eines Jugendhauses der Caritas, unter dem Stichwort "Du gehörst dazu" die Integration von Menschen, die am Rande stehen. Dass karitatives Handeln mehr als nur den sozialen Bereich umfasst, verdeutlichten drei Jugendliche aus dem Dingelstädter St.-Josefs-Institut, einer Einrichtung für junge Menschen mit Behinderungen. Sie zeigten in einem Anspiel, wie es dem Dichter Rainer Maria Rilke einst gelang, mit einer Rose, die ganze Persönlichkeit einer Bettlerin anzusprechen. Deutlich wurde so, dass bei aller Hilfe die Würde, das Herz des Menschen immer im Mittelpunkt stehen muss.

Ein Anliegen von dem auch Schwester Karola Maria vom Erfurter Tagestreff / Suppenküche berichtete. Schwester Karola Maria erinnerte daran, dass es nicht nur um die Bereitstellung und die Ausgabe von warmen Essen geht. "Wir können eines der Werke besonders gut, wir können zuhören, auch wenn wir bei all den Problemen und Schwierigkeiten eigentlich Elefantenohren haben müssten", betonte die Schwester.

Zeit für Dank war beim sechsten Werk der Barmherzigkeit "Ich besuche dich". Der Leiter des Seelsorgeamtes, Domkapitular Gerhard Stöber, und Diözesancaritasdirektor Domkapitular Bruno Heller dankten stellvertretend für so viele Maria Freitag aus Niedersachswerfen und Ursula Tschauder aus Meiningen für ihr jahrzehntelanges Engagement beim Besuchsdienst. Zugleich wurden Kerstin Drost aus Kirchgandern und Thomas Knippschild aus Arnstadt neu in diese Aufgabe gesandt.

Ein weiteres hoffnungsvolles Zeichen gaben Rebecca Kutsche und Nico Schrimpf aus Erfurt. Die beiden Jugendlichen werden derzeit von Weihbischof Reinhard Hauke auf die Taufe in der Osternacht 2007 vorbereitet. Rebecca Kutsche machte die Erfahrung, dass sie im katholischen Gottesdienst so viel Kraft und Frieden gefunden hatte, dass es sie immer wieder packte. Und nach einer neuerlichen Krise entschloss sie sich, nun den Schritt in die Kirche ganz bewusst zu gehen.

Der Auftakt des Elisabeth-Jahres endete mit der Übergabe der Elisabethfigur, die in den nächsten Monaten durch alle Dekanate des Bistums ziehen wird.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 47 des 56. Jahrgangs (im Jahr 2006).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Montag, 27.11.2006

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