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1966: Das Konzil ist zu Ende

Damals... (10)

Am 15. Januar 1966 - also über einen Monat nach Abschluss des Konzils (größere Aktualität war für den Tag des Herrn damals nicht möglich) - erschien zum letzten Mal das Konzilstagebuch von Josef Gülden. In einem abschließenden Kommentar hieß es: Seit dem 11. Dezember sind unsere Konzilsväter wieder daheim ... Sie brachten viel Arbeit mit für unsere Diözesen, für jeden Gläubigen. Vor allen liegt jetzt die Aufgabe, das Beschlossene durchzuführen, die Anregungen aufzunehmen, "Gottes Ruf", so hieß es im Hirtenbrief, "ist so lange noch nicht beantwortet, als nicht jeder von uns mit der Erneuerung bei sich selbst beginnt" ... Was vor uns liegt, ist also nicht allein eine Aufgabe des Bischofs und der Priester. Es ist eine gemeinsame Aufgabe des ganzen Volkes Gottes. Niemals zuvor ist so eindringlich wie in diesem Konzil betont worden, wie sehr der Auftrag der Kirche an die Welt auf die verantwortliche Mitarbeit der Gläubigen angewiesen ist ... Die "große Übersetzung" der Konzilsdokumente in leicht fassliche Vorstellungen und praktische Anwendungen wird uns noch Jahrzehnte beschäftigen, und vieles wird davon abhängen, wie diese Übersetzung geschieht. Unser Kirchenblatt hat nicht zuletzt um diesre Übersetzung des Konzils, seiner Beschlüsse und Erkenntnisse, um der Wirklichkeit willen so ausführlich und intensiv über die Ereignisse in Rom berichtet. Wer auch nur in etwa dabei mitgelesen hat, kann sich schon jetzt ein Bild darüber machen, wohin die tiefgehende Reform der Kirche im Ganzen auf den einzelnen Gebieten zielt. Um so leichter wird er jenen guten Willen zum Mittun aufbringen können, den das Hirtenwort der Bischöfe über unseren Dank an Gott und unser ständiges Gebet hinaus verlangt.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 35 des 51. Jahrgangs (im Jahr 2001).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Freitag, 31.08.2001

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