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Bistum Erfurt

Elisabeth bewegt bis heute

Jubiläumsjahr in Erfurt und an anderen Orten Deutschlands eröffnet

Gemeinsam mit Elisabeth auf dem Weg des Evangeliums sein. Im Bild der Chor des Gymnasiums der Bergschule St. Elisabeth in Heiligenstadt, der Gottesdienst und Feier gestalten half. Foto: Holger Jakobi Im Bistum Erfurt begann am vergangenen Wochenende das Elisabeth-Jahr. Bischof Joachim Wanke erhofft sich davon auch, dass das Vorbild der heiligen Elisabeth die Menschen barmherziger macht.

Mit einer Vesper in der Heiligenstädter Propsteikirche St. Marien begann am 19. November der Weg der heiligen Elisabeth durch die Gemeinden des Bistums Erfurt. Bischof Joachim Wanke übergab die Figur am Vortag im Rahmen der Eröffnung des Elisabeth-Jahres an die beiden Heiligenstädterinnen Helga Cordier und Notburga Hülfenshaus. Zudem erhielt jede Gemeinde des Bistums als symbolische Einladung zum Mitmachen einen leeren Korb überreicht. Bischof Wanke betonte dazu: "Der Korb ist eine Einladung an uns, ihn mit unseren Gebetsanliegen, aber auch mit vielen konkreten Taten der Barmherzigkeit zu füllen." Im nächsten Jahr sollen die gefüllten Körbe dann zur großen Elisabeth- Feier der Bistumswallfahrt auf den Stufen des Erfurter Mariendomes niedergelegt werden.

Nach dem Gottesdienst hatte Bischof Wanke Gemeindemitglieder und Ehrenamtliche der Caritas in das Kongresszentrum der Erfurter Messe eingeladen. Dabei wurden "Sieben Werke der Barmherzigkeit für Thüringen" vorgestellt. Der Bischof wies darauf hin, dass diese Werke direkt an der Basis entstanden sind: In Anlehnung an die traditionellen Werke der Barmherzigkeit hatte er im Vorfeld Menschen in seinem Bistum dazu befragen lassen, was sie heute unter Barmherzigkeit verstehen, wo sie konkret ihre Not sehen. Eines dieser aktuellen Werke der Barmherzigkeit heißt jetzt: "Einem Menschen sagen: Du gehörst dazu." Menschen, die am Rande stehen, sollen ins Leben einbezogen werden. Gemeint sind beispielsweise Behinderte, sozial Schwache, Ausländer. Ein anderes Beispiel: "Ich rede gut über dich." Was bedeuten kann, denen Ansehen zu geben, die übersehen, abgeschrieben oder verurteilt werden. Und: "Ich besuche dich." Wobei es drum geht, Einsame, Fallengelassene oder die sogenannten "Fortschrittsverlierer" aufzusuchen. Bischof Wanke dankte allen, die sich beteiligt haben und gab der Hoffnung Ausdruck, dass sich in der Beschäftigung mit den Werken sowie mit deren Umsetzung der "Grundwasserspiegel der Barmherzigkeit" heben lasse.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 47 des 56. Jahrgangs (im Jahr 2006).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Montag, 27.11.2006

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