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1964: Lebenshilfe konkret

Damals...(9)

Auch für ganz praktische Fragen des Lebens gab es im Tag des Herrn immer wieder Anregungen. Am 20. Juni 1964 schrieb Hans Donat in "Frei sein - Zeit haben" unter anderem über den Urlaub: Was ist dieses Jahr gefällig? Wie wäre es mit Prag oder Budapest? Die Beskiden und die Hohe Tatra sind auch nicht zu verachten. Natürlich haben das Schwarze Meer und die Krim auch ihre Reize. Und zur Not tut es auch die Ostsee, der Thüringer Wald, die Sächsische Schweiz, der Harz. Die Hauptsache ist, das Ziel ist weit weg und hat Rang und Namen. Es gab und gibt Leute, die unternehmen Ausflüge vor allem deshalb, um Stocknägel an ihren Spazierstock zu nageln oder Bildchen auf ihr Auto zu kleben. Natürlich gehören wir nicht dazu. Aber wie sieht es mit unseren Plänen aus? ... Ob es sich um Ferienreisen handelt, um Camping, um echte Urlaubssonnenbräune: Wir dürfen nicht gedankenlos alles mitmachen. Der Urlaub, die Ferien stehen unter dem Gesichtspunkt der Erholung und des Ausgleichs. Wir müssen überlegen, welche Seite unseres Wesens im beruflichen Alltag vernachlässigt wird ... Man sollte auch im Geistigen über die Grenze gehen, andere Menschen, andere Wissensgebiete kennenlernen. ... Wer sich Zeit nimmt, wird die Kleinigkeiten am Wege ebenso zu schätzen wissen wie die gewaltige Bergkette, er wird hinter dem Nahen und Zweckmäßigen auch das Ewige suchen und finden.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 35 des 51. Jahrgangs (im Jahr 2001).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Freitag, 31.08.2001

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