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1956: Schutzengelgeschichten

Damals... (7)

"Lob des heiligen Schutzengels" hieß der Beitrag von Wilhelm Erben (8. September 1956), aus dem der folgende Auszug stammt: Vor kurzem sprach ich mit einem Mann, der im Verlagswesen tätig ist. Wir möchten gerne ein Buch mit Schutzengel-Geschichten herausgeben. Aber es gibt nur wenige gute, sagte er. Ist das wirklich wahr? Hat das Leben nicht unzählige Schutzengel-Geschichten geschrieben? In den Jahren des Krieges, im Luftschutzkeller, bei Fliegerangriffen, aber auch jüngst in den großen Ferien? Bei wie vielen Kahnfahrten und Bergbesteigungen, im Omnibus und auf der Eisenbahn war Gottes Engel an unserer Seite? In wie vielen Gefahren der Seele wies er uns den richtigen Weg ... Es ist traurig, wenn man immer wieder feststellen muss, dass viele Erwachsene den heiligen Schutzengel nicht mehr verehren. Sie glauben, der Schutzengel sei nur für die Kinder da. Schuld daran ist oft die falsche, püppchenhaft verniedlichende Darstellung des Gottesboten. Leider wird nur selten vom heiligen Schutzengel gepredigt ... Brauchen den heiligen Schutzengel nicht besonders unsere Jungen und Mädchen, die jetzt die Schule verlassen haben und heute in einer Werkstatt stehen, in einem großen Maschinenraum? Die vielen, die das Elternhaus verlassen, um in der fremden, großen Stadt eine Fachschule zu besuchen? Vergessen wir als Christen nicht unsere Aufgabe: Schutzengeldienste leisten, Böses von anderen fernhalten und andere zum Guten anhalten ... Grüßen wir täglich unseren heiligen Schutzengel wie einst in den Tagen unserer Kindheit ... Heil'ger Engel, mein Begleiter auf des Lebens Wandergang, du im Kampf mein treuer Streiter, du mein Trost in Not und Drang: Heil'ger Engel, bleib bei mir, wie ein Kind vertrau ich dir.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 35 des 51. Jahrgangs (im Jahr 2001).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Freitag, 31.08.2001

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