Jetzt 4 Wochen kostenfrei Tag des Herrn lesen!
Bistum Magdeburg

"Sie soll sich hier wohlfühlen"

Halle: Schwester Ignatia wurde in ihr Amt als Schulleiterin des Elisabeth-Gymnasiums eingeführt

Schwester Ignatia Langela (SMMP) empfängt bei einem Gottesdienst in der St.-Moritz-Kirche in Halle von Bischof Gerhard Feige den Segen für ihre neue Aufgabe als Schulleiterin am Elisabeth-Gymnasium. Foto: Eckhard Pohl Halle - Schwester Ignatia Langela (SMMP) ist neue Schulleiterin des Elisabeth-Gymnasiums in Halle. Mit einem festlichen Tag wurde die Ordensfrau und Pädagogin am 6. Oktober in ihr Amt eingeführt. Damit ist die Rektorenstelle an der Schule nach drei Jahren Vakanz endlich wieder besetzt.

Im Beisein der gesamten Schüler- und Lehrerschaft sowie von Elternvertretern, kirchlichen Mitarbeitern und Gästen ist am 6. Oktober Schwester Maria Ignatia Langela in ihr Amt als Schulleiterin des Elisabeth-Gymnasiums in Halle eingeführt worden. Bischof Gerhard Feige erteilte ihr bei einem Gottesdienst in der St.-Moritz-Kirche den Segen für ihre neue Aufgabe. Der Bischof wünschte der neuen Schulleiterin für ihren "nicht unbedingt einfachen Weg" Kraft und Mut.

Auch die Schüler wünschten ihrer neuen Rektorin ein segenreiches Wirken und überreichten ihr ein Evangelienbuch, ein gebasteltes Zepter als Zeichen der Leitung, eine Lilie als Symbol des Ordenslebens, einen kleinen Ölbaum des Friedens und eine Weltkugel als Symbol für Umsicht und Überblick.

Schwester Ignatia, die dem Orden der heiligen Maria Postel angehört, hatte sich im Frühjahr bereit erklärt, das Amt zu übernehmen, nach dem sie von der schwierigen Suche nach einer Leiterin oder einem Leiter für das Gymnasium erfahren hatte. Davon berichtete beim Festakt der Direktor der Edith-Stein-Schulstiftung, Thomas Quecke, der vor einigen Jahren selbst das Gymnasium im Süden Halles geleitet hatte. Bisher am katholischen Engelsburg- Gymnasium in Kassel tätig, entschloss sich die 61-Jährige, noch einen Neuanfang zu wagen.

"Im wilden Osten" angekommen, so Stiftungsdirektor Quecke, hatte sie mit "Startschwierigkeiten" zu kämpfen: Mehrfach wurde die in einem DDR-Neubaugebiet im Süden Halles gelegene Schule in den letzten Wochen von Einbrechern heimgesucht. Zudem ist auch ihr Stellvertreter Thomas Dölle neu in seinem Amt. Beiden überreichte der Stiftungs-Direktor, übrigens im Beisein des Gründungsbischofs Leo Nowak, ihre Ernennungsurkunden.

Froh, endlich wieder eine Schulleiterin zu haben, zeigten sich auch Schülerinnen und Schüler. "Wir waren zunächst gespannt, wer sie sein würde", sagte Christine Germann aus Klasse 8b. "Seitdem wir Schwester Ignatia kennengelernt haben, hat sich jeder Zweifel gelegt. Sie ist total herzlich." Und Timon Jäger aus der 8a meinte: "Wir sind schließlich eine katholische Schule und stolz darauf, eine Ordensfrau als Schulleiterin zu haben." Nun hoffen die Schülerinnen und Schüler, dass Schwester Ignatia eine Weile bleibt. Christine Germann: "Wir wünschen ihr, dass sie sich hier so wohl fühlt wie wir."



Zur Person - Schulleiterin mit viel Erfahrung

In Borken-Weseke (NRW)1945 geboren, trat Schwester Ignatia als junge Frau nach dem Abitur mit 18 Jahren in den Orden der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel (SMMP) ein. Sie studierte Mathematik und Physik und machte ihr Referendariat an einer staatlichen Schule in Herten im Ruhrgebiet. Seit 1972 war sie am Engelsburg- Gymnasium in Kassel tätig. Im Fernkurs Theologie legte sie die kleine Fakultas Religion ab, so dass sie auch Religion in der Sekundarstufe 1 unterrichten kann. 15 Jahre war Schwester Ignatia stellvertretende Schulleiterin, seit 1990 leitete sie das Engelsburg- Gymnasium.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 41 des 56. Jahrgangs (im Jahr 2006).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Donnerstag, 12.10.2006

Aktuelle Buchtipps