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Bistum Görlitz

Keine Lückenbüßer

Franziskaner verabschieden sich in Görlitz

Pater Rudolf schüttelt viele Hände zum Abschied. Foto: Andreas Schuppert

Görlitz (tdh) - Am Ende sind doch ein paar Tränen geflossen. Mit einem feierlichen Gottesdienst verabschiedeten sich die Franziskaner – drei Patres und ein Bruder – am vergangenen Sonntag von der Gemeinde in Görlitz-Weinhübel, in der sie zum Teil zehn Jahre gewirkt haben.

"Ich werde die Gemeinde sehr vermissen", versichert Pater Rudolf Croner, "sehe aber mit Spannung den neuen Aufgaben entgegen." Die Mönche werden in anderen Niederlassungen tätig werden. Pater Rudolf geht nach Grafath bei München, wo eine große Gemeinde zu betreuen ist. Pater Basilius Iwanek verbringt im Provinzialat der Franziskaner in Breslau seinen Ruhestand. Pater Blasius Kurowski hat seine neue Wirkungsstätte auf dem Annaberg, dem polnischen Wallfahrtsort. Wenn Bruder Markus Baranowicz wieder Görlitz besuchen will, hat er den weitesten Weg, denn er wird Aufgaben in Bolivien übernehmen. Vor allem Gefühle der Dankbarkeit empfinde die Gemeinde, betont der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Wolfgang Mauermann. Wenn es Meinungsverschiedenheiten gab, hätten die Franziskaner sehr ausgleichend gewirkt. Zudem hätten die Ordensleute wichtige Brücken nach Polen geschlagen. Seine Dankbarkeit drückte auch Diözesanadministrator Hubertus Zomack aus. Die Ordensleute seien "keine Lückenbüßer" gewesen, als klar war, dass die deutschen Provinzen die Niederlassung in Görlitz-Weinhübel nicht mehr besetzen konnten. Ihr Wirken für die Gemeinde wie für das Bistum war eine große Bereicherung. Einen Trost gibt es für die Christen in Weinhübel: Aus der Breslauer Provinz werden wieder neue Franziskaner kommen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 35 des 56. Jahrgangs (im Jahr 2006).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Freitag, 01.09.2006

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