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Bistum Erfurt

"Fundamentalistisch"

In Gotha fand das christliche Festival "freakstock" statt

Gotha (as) - "Jesus sagt zu dir, hey, ich hab dich echt gern und will mit dir zusammen sein." An die Sprache der "Jesus-Freaks" muss man sich erst einmal gewöhnen. Und doch scheint sie den Nerv gerade vieler junger Menschen zu treffen. Diesen Eindruck macht zunächst das christliche Open-Air-Konzert "freakstock", auch bekannt als Jesus-Festival, das vom 26. bis 29. Juli in Gotha stattfand und von der Bewegung organisiert wurde. Fast 6000 zumeist junge Leute waren gekommen. Nach Angaben der Veranstalter ist es das größte Rockfestival dieser Art in Deutschland. Mehr als 50 Bands aus ganz Europa spielten auf vier Bühnen christliche Rockmusik. Zudem gab es Sport- und Filmangebote, eine Kunstgalerie, Drogenberatung und ein Seelsorgezentrum. Vormittags wurden Gottesdienste, Predigten und Seminare zur Person Jesu angeboten, nachmittags standen vor allem Konzerte auf dem Programm. "Glaubt mir, Gott will mit euch gehen", sagte ein Prediger, "aber ihr müsst euch auf die Suche nach ihm machen."

Wer sind die Jesus-Freaks? "Man könnte sie als eine moderne Jesus-Bewegung bezeichnen", meint Melanie Wegemann aus Hamburg, die während des Festivals im Organisationsbüro arbeitet. "Wir versuchen, die Jugendlichen in ihrer Sprache zu erreichen. Viele seien offen für religiöse Inhalte, in der Sprache der Kirche fänden sie sich aber nicht wieder", sagt die junge Frau. Etwas kritischer beurteilt Notger Schrammek das Ganze. Der Beauftragte für Sekten- und Weltanschauungsfragen im Bistum Erfurt beobachtete das Spektakel am Eröffnungstag. "Wir wissen heute, dass wir uns bei der Bibelauslegung an wissenschaftlich anerkannte Methoden halten müssen. Das geschieht hier nicht. Es ist zu fundamentalistisch", sagt Schrammek. Die Bewegung formiere sich sowohl in ihrer Sprache als auch in ihrem Auftreten zu einer "geschlossenen Gesellschaft". Die Freaks gründeten sich 1992.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 31 des 51. Jahrgangs (im Jahr 2001).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Donnerstag, 02.08.2001

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