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Bistum Dresden-Meißen

Jetzt geht es von Termin zu Termin

Grundsteinlegung für die Sporthalle am Peter-Breuer-Gymnasium Zwickau

Was lange währt, wird gut: Nach vielen Anläufen, wird das Projekt jetzt verwirklicht.

Zwickau -Beim Bau seiner Sporthalle hat sich das Peter- Breuer-Gymnasium an den 100- Meter-Läufern orientiert: Lange Aufwärmphase, kurzer Sprint. Vom ersten Tag an hat die Schule in Trägerschaft des Bistums Dresden-Meißen Turnhallen- Pläne entwickelt. Nach fast neun Jahren, am Dienstag vor Palmsonntag, wurde nun der Grundstein gelegt. Die Baufirmen sprinten jetzt von Termin zu Termin. Am 5. Juli Richtfest, am 1. Oktober Einweihung.

Auf die "Aufwärm-Runden" ging Pater Walter Lange, der Vize-Chef des Schulvereins, bei der Grundsteinlegung ein. Bei der Variante, die jetzt umgesetzt wird, handele es sich um das Projekt Nummer 15. Zu den 14 verworfenen Projekten gehörte auch eine Turnhalle unter dem Schulhof! Die "U-Halle" war zu teuer. Andere Pläne scheiterten an ungeklärten Eigentumsverhältnissen, Wegerechten und Ähnlichem.

Nachdem sich der Schulverein in 38 Sitzungen mit der Sporthalle befasst hat, heißt jetzt die Lösung: Parkhaus mit Zwei- Felder- Halle und sechs Umkleideräumen auf dem Grundstück gegenüber dem Gymnasium. Bauherr ist die Volksbank. Wenn das Gebäude fertig ist, kauft das Bistum für 2,8 Millionen Euro die Sporthalle und die Umkleidekabinen. Der Freistaat greift dem Ordinariat allerdings kräftig unter die Arme: Sachsen übernimmt 70 Prozent der förderfähigen Mittel.

Dass das Kultusministerium die Fördergelder bewilligt hat, ist auch den CDU-Landtagsabgeordneten Kerstin Nikolaus und Thomas Pietzsch zu verdanken. Darauf wies Schulleiter Hubert Gruber in seiner Begrüßung hin. Der erste Dank war an Bischof Joachim Reinelt gegangen. Ohne die Gelder vom Bistum gäbe es das Projekt nur auf dem Papier.

Joachim Reinelt hat sich den 5. Juli im Kalender vorgemerkt. Das Richtfest wird, so ist anzunehmen, wird eine untergeordnete Rolle spielen. Vor der Feier auf der Baustelle soll nämlich nebenan die Kapelle des Gymnasiums eingeweiht werden. Sie entsteht in dem Gebäude, wo sich im Erdgeschoss die Schulbibliothek befindet. Die Volksbank wird in nächster Zeit die beiden Etagen darüber räumen. Ins erste Geschoss kommt das Archiv und ins zweite die Kapelle, verrät der stellvertretende Direktor Michael Olbrich die neuesten Pläne: "Es wird eine richtige Kapelle mit Tabernakel, einAndachtsraum ohne Klingeln, ohne Schule." Die Frage, wie noch die quietschenden Reifen und die heulenden Motoren im Schulsektor verschwinden sollen, wird derzeit noch diskutiert.

Gert Friedrich

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 16 des 53. Jahrgangs (im Jahr 2003).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Donnerstag, 17.04.2003

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