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Honorare, Bücher, Fahrten

Förderverein unterstützt die Katholische Studentengemeinde in Halle

Halle. Seit gut zehn Jahren bezuschusst ein Förderverein Veranstaltungen und Anschaffungen der Katholischen Studentengemeinde (KSG) "Thomas Morus" in Halle. Die zusätzlichen Mittel ermöglichen den Studierenden ein lebendiges Gemeindeleben bis hin zu gemeinsamen Bildungsfahrten.

Vereins-Vorsitzender Dr. Johannes Piskorz im Gespräch mit KSG-Sprecherin Irene Nickel und Student Simon Brüggemann.

"Das Leben in der Studentengemeinde ist vielseitig", sagt Student Simon Brüggemann (25). "Jeden Mittwoch treffen wir uns zum mitgestalteten Gottesdienst, zum gemeinsamen Abendbrot und anschließendem Vortrag mit Diskussion. Jeden Sonntagabend sind alle zum Hochschulgottesdienst in die St.-Moritz-Kirche und danach zum Zusammensein in der Moritzklause in der KSG eingeladen." Zudem gebe es Fahrten wie zum Beispiel 2010 nach Rom oder das Angebot, miteinander die Karund Ostertage zu verleben. Klar, dass dafür immer auch fi nanzielle Mittel nötig seien, sagt der aus Osnabrück stammende junge Mann, der einen Masterstudiengang in Betriebswirtschaftslehre (BWL) absolviert.

Dafür, dass die Angebote für die Studenten möglichst nicht am Geld scheitern, sorgt neben der Studentenseelsorge auch der Verein zur Förderung der katholischen Studentengemeinde Halle. "Wir bezuschussen Bereiche, die unmittelbar den jungen Leuten zugute kommen", sagt der Vereins-Vorsitzende Dr. Johannes Piskorz (67) aus Halle. Dazu gehörten die Honorare für die Referenten oder der Kauf von Büchern, aber auch Wochenendveranstaltungen und Fahrten. Mitarbeiter oder etwa Baumaßnahmen würden laut Satzung hingegen nicht gefördert. Mehr als 30 000 Euro seien so seit 2001 den Studenten der KSG zugute gekommen. "Aufgebracht wird das Geld aus den Jahresbeiträgen der rund 70 Vereinsmitglieder, aber auch aus zusätzlichen Spenden", erläutert Piskorz. So hätten zum Beispiel zwei Mitglieder des Fördervereins zu ihrem 65. Geburtstag anstelle von Geschenken um Spenden für die Studentenarbeit gebeten, sagt Piskorz.

50 Studierende regelmäßig im KSG-Gottesdienst

"Zum regelmäßigen Gemeindegottesdienst am Mittwochabend kommen durchschnittlich 50 Kommilitonen", berichtet die Sprecherin des Gemeinderates der KSG, Irene Nickel (23), zum anschließenden Vortrag blieben dann immer rund 35 Studierende. Dienstags treffe sich der KSGChor, zudem müssten immer wieder gemeinsame Veranstaltungen vorbereitet werden. "Im Advent fanden freitags Rorate-Messen statt und unser Pfarrer, Herr Vogler, hatte zu Exerzitien im Alltag eingeladen", so die aus Chemnitz stammende Studentin weiter. Im neuen Jahr nun werde wieder das Angebot bestehen, gemeinsam die Kar- und Ostertage auf der Huysburg zu verbringen. Und auch eine Fahrt nach Auschwitz sei anvisiert.

Die Finanzierung der Kar- und Ostertage zum Beispiel unterstützt der Förderverein. Zu persönlichen Begegnungen zwischen Studierenden und Mitgliedern des Fördervereins komme es aus zeitlichen Gründen allerdings eher selten, sagen KSG-Sprecherin und Vereinsvorsitzender. Das jährliche Patronatsfest biete dazu eine gewisse Gelegenheit. Im Dezember hätten sich Vorstand und KSG-Gemeinderat getroffen. Sonst aber wirke der Förderverein eher im Hintergrund, sagt Irene Nickel, die im fünften Semester Psychologie studiert.

"Unser Förderverein ist vor gut zehn Jahren angetreten, um vielfältige Formen des Miteinanders in der KSG zu fördern und mit zu ermöglichen", sagt Johannes Piskorz, der in den 1960er Jahren selbst als Student in der KSG aktiv war. "Viele von uns Fördervereinsmitgliedern haben das Leben in der Studentengemeinde als wesentliche Zeit für ihr Leben erfahren und möchten dies heute jungen Menschen ebenfalls ermöglichen", so der pensionierte Chefarzt der Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara in Halle. "Mit unseren Zuschüssen wollen wir die Studenten dabei unterstützen, sich umfassend, also wissensmäßig, aber auch im Blick auf den Glauben und ihre gesamte Person zu bilden.

Verein fördert ganzheitliche Bildung der Studenten

Das oben erwähnte Patronatsfest, das im Leben der Studentengemeinden eine wichtige Rolle spielt, soll übrigens nicht mehr im November, sondern bereits um den Thomas-Morus-Tag (22. Juni) herum, das heißt in diesem Jahr vom 17. bis 19. Juni, stattfi nden. Im Herbst wird es nun immer einen Gala-Abend geben. Relativ neu ist auch: Jeweils zu Beginn des Wintersemesters im Oktober verschickt die KSG seit 2009 ein Korrespondenzblatt, in dem vom Leben der Studenten berichtet wird.

Von Eckhard Pohl

Hinweis

Wer die Arbeit der KSG mit unterstützen möchte, kann sich an den Förderverein für die katholische Studentengemeinde Thomas Morus, Halle, wenden c/o Dr. Johannes Piskorz, Baumweg 16, 06130 Halle, Tel. 03 45 / 4 44 31 87. Mehr über die KSG Halle: www.ksg-halle.de

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