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Bistum Dresden-Meißen

Lob vom Präsidenten

Malteser in Altenburg

Altenburg ( jak) - "Ich empfinde Anerkennung und Dankbarkeit für die hier geleistete Arbeit", mit diesen Worten dankte Malteser-Präsident Constantin von Brandenstein-Zeppelin den Altenburger Maltesern, die er kürzlich auf Einladung von Dr. Ursula Zippel, der Leiterin der Altenburger Malteser, besuchte. Es war seine erste Reise zu einer Ortsgruppe im Bistum Dresden-Meißen

In einem Pressegespräch betonte der Präsident, daß die Malteser-Organisation zuerst auf Menschen aufbaut, sie seien die Grundlage für alle angebotenen Dienste. Daher sei das Ehrenamt für die internationale Hilfsorganisation besonders wichtig. In den neuen Ländern arbeiten rund 500 Frauen, Männer und Jugendliche ehrenamtlich bei den Maltesern mit. Für die gesamte Bundesrepublik nannte der Präsident die Zahl von zirka 30 000 Helfern. In Altenburg sind es zur Zeit zehn. Die dortige Gruppe wurde bereits 1990 als erste im Bistum gegründet. Stellvertretend für die zahlreichen Aktivitäten sei der Fahrdienst für 60 behinderte Kinder und Jugendliche genannt, die so täglich zur Schule oder in den Kindergarten gebracht werden. Ursula Zippel betonte, die Bereitschaft der Altenburger Gruppe mit allen zusammenzuarbeiten, die an einer Arbeit bei den Maltesern Spaß haben. Die Zugehörigkeit zur katholischen Kirche sei dabei keine Bedingung, wie auch Constantin von Brandenstein-Zeppelin betonte. Und wer sich nur mal versuchen möchte, kann erstmal mitmachen und später entscheiden, ob er Malteser-Mitglied werden möchte

Diese Ideen vor Ort gehen bei den Maltesern mit der Diskussion um eine Umstrukturierung einher, die unter dem Motto "Malteser 2000" steht. Constantin von Brandenstein-Zeppelin benannte zwei Aspekte. Zum einen soll das Hauptamt noch professioneller werden und zum anderen das Ehrenamt mehr Freiraum erhalten. Besonders die Jugendlichen sollen in Zukunft verstärkt angesprochen werden, denn - so ist sich der Präsident sicher - durch ein ehrenamtliches Engagement, können gerade sie Sinn und Hilfen für ihr weiteres Leben erfahren. Ursula Zippel betonte, daß es für den weiteren Ausbau der Malteserarbeit in der ostthüringischen Stadt von großer Bedeutung ist, weitere Mitarbeiter zu finden. So gibt es beispielsweise Überlegungen unter dem Dach der Malteser in Altenburg Hospizarbeit anzubieten. "Doch", so die Leiterin, "wir brauchen Leute, die es machen, erst dann können wir in Ruhe an die Vorbereitungen gehen.

Constantin von Brandenstein-Zeppelin ist seit 1992 Präsident des Mateser-Hilfsdienstes. Zum Verband kam er bereits drei Jahre zuvor, als Diözesanleiter von Fulda. Der heutige Präsident ist im Beruf Unternehmensberater. Abschließend wies Constantin von Brandenstein-Zeppelin darauf hin, daß der Malteser Orden im Jahr 1999 sein 900jähriges Bestehen feiert, der Malteser-Hilfsdienst ging aus diesem Orden hervor.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 37 des 47. Jahrgangs (im Jahr 1997).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Sonntag, 14.09.1997

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