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Aus der Region

Herzlich willkommen Benedikt!

Die Chance des bevorstehenden Papstbesuches für die Kirche in Deutschland

Pater Eberhard von Gemmingen

Der Papst kommt! Unter diesem Motto möchte ich Sie die kommenden Wochen begleiten, bis dann am 9. September der Heilige Vater zu seinem Besuch in der Heimat eintreffen wird. Die organisatorischen Vorbereitungen laufen in den Diözesen auf Hochtouren, die Medien werden gerüstet sein, und nicht nur die Reiseunternehmen hoffen auf ein gutes Geschäft.

In den künftigen Beiträgen möchte ich auf Hintergründe und Besonderheiten dieser Papstreise eingehen. Persönliches und Interessantes aus dem Umfeld des Heiligen Vaters stehen genauso auf dem Themenplan wie praktische und organisatorische Hinweise. Lassen Sie uns also gemeinsam in die Vorbereitungen so einsteigen, dass der Besuch des Papstes nicht nur ein Strohfeuer in den Herzen und Seelen hierzulande wird!

Zur Erinnerung an diese besonderen Tage erscheint im Anschluss an den Besuch exklusiv für die Kirchenzeitung ein umfangreiches Magazin. Alle Stationen der Reise werden darin berücksichtigt sein. Sie werden das Gefühl haben, Seite an Seite mit dem Heiligen Vater unterwegs gewesen zu sein, bei den großen Messen, seinen Begegnungen und Gesprächen, aber auch bei dem Besuch in seinem Heimatort, seinem Haus, bei seinen alten Freunden und Nachbarn. Und da Radio Vatikan die Reise begleiten darf, werden Sie auf der zum Magazin gehörenden Hörbuch-CD viele Originalaufnahmen kommentiert wieder finden.

Nicht wenige Christen fragen sich jedoch zu Recht, wie kann es gelingen, dass dieser Besuch nicht nur große Schlagzeilen in der Boulevard-Presse bekommt, sondern die Menschen hier in der Heimat des deutschen Papstes ermutigt, sich auf ein Leben mit Christus einzulassen. Ein solcher Besuch ist für alle Seiten immer auch eine nicht ganz einfache Angelegenheit. Jedes Wort des Papstes wird auf die Goldwaage gelegt werden, verstanden oder bewusst missverstanden. Meinungen werden bekräftigt, Vorurteile bestätigt. Schon Jesus hat zu seiner Zeit erfahren müssen, was der Prophet im eigenen Lande gilt.

Aus der römischen Perspektive möchte ich vor allem eine kleine, aber wesentliche Besonderheit hervorheben. Der Papst spricht in seiner Muttersprache. Die Feinheiten seiner Formulierungen und Akzentuierungen werden daher dem aufmerksamen Zuhörer nicht verborgen bleiben. Keine Übersetzung glättet oder verfälscht die Worte des Heiligen Vaters. Da sind Überraschungen vorprogrammiert und die profunden Berichterstatter werden Sorge haben, dass der Papst wohl oft von seinen Textmanuskripten abweichen wird. Nicht nur dieser Umstand wird die Tage im September spannend gestalten.

Ich hoffe, ich kann Sie mit meiner Vorfreude auf diese Festtage des Glaubens etwas anstecken.

Ihr Pater Eberhard von Gemmingen SJ

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Dieser Beitrag wurde veröffentlicht in Ausgabe 25 des 56. Jahrgangs (im Jahr 2006).
Aufgenommen in die Online-Ausgabe: Mittwoch, 23.08.2006

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